Eine weiße Weste…

behielten unsere B-Junioren auch im letzten Pflichtspiel des Jahres 2019. Bereits vor der Heimpartie gegen die Zweite der Grün-Weißen aus Großbeeren stand fest, dass es bei der anstehenden Weihnachtsfeier einiges zu feiern geben würde. Zuerst sollte allerdings die fast perfekte Saison erfolgreich weitergeführt werden. Beim Spiel handelte es sich bereits um das Zweite in der Rückrunde. Trotz diverser Abwesenheiten galt die Mannschaft um Trainer „Backe“ Kyselka nach dem 1:9 Erfolg in der letzten Begegnung als klarer Favorit. Nach einer torlosen ersten Halbzeit dauerte es nur zwei Minuten bis ausgerechnet ein Eigentor der Gäste zu einer Veränderung auf der Anzeigetafel führte. Nachdem beim Stand von 1:0 alle drei Wechsel auf Seiten der Heimmannschaft vollzogen waren, führte in der 77. Minute David Schulz unsere Jungs mit dem 2:0 endgültig auf die Siegerstraße.

Es blieb bei diesem Resultat und so grüßt unsere B-Jugend der Spielgemeinschaft Glienick / Mellensee / Wünsdorf zu Weihnachten weiterhin von der Tabellenspitze der Kreisliga. Auf Grund einiger Nachholspiele der Konkurrenz kann sich das noch ändern, trotzdem bleibt die Bilanz der Jungs sensationell: Schließlich stehen neben dem Weiterkommen im Pokal noch 14 ungeschlagene Ligapartien in der Vita.

Wir wünschen uns natürlich, dass es in 2020 so weitergeht und wünschen dabei viel Erfolg. Weiterhin sei der Hinweis gestattet, dass es sich durchaus lohnt bei den Spielen unseres Nachwuchs vorbei zu schauen. Mit Spannung und ansprechendem Fußball kann in jedem Fall gedient werden und über Unterstützung freut man sich selbstverständlich auch.

Für die Abteilung Fußball der SG Glienick ist damit das Pflichtspieljahr 2019 beendet und man kann mit den sportlichen Ergebnissen in Summe durchaus zufrieden sein. Herzlichen Dank allen Unterstützern, Zuschauern, Trainern, Betreuern, dem Vorstand und den Aktiven für eure Zeit, die ihr für die SG geopfert habt.

Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest sowie einen guten und gesunden Rutsch nach 2020.

Knapper Sieg gegen den Aufsteiger

Bevor die Kerze zum ersten Advent angezündet wurde, brannten unsere Glienicker Jungs auf das Derby gegen die Spielgemeinschaft aus Sperenberg und Mellensee. Personell fehlten neben den Langzeitabwesenden noch Mio und Hannes. Bei den Gästen sah die Bank mit einem Wechsler ähnlich knapp besetzt aus.

Nach lediglich sechs Minuten gab es gleich den Schock für Sperenberg / Mellensee, weil sich mit Christian Neugebauer der aktuell beste Torschütze verletzte und Trainer Markus Gerhardt zu einem frühen Wechsel gezwungen wurde. Wer glaubte, dass dies den Glienickern in die Karten spielte, irrte. Die erste halbe Stunde war geprägt von Unsicherheiten auf beiden Seiten. Nur selten gab es Druck und so wirkte das Spiel beider Teams recht zerfahren mit Vorteilen für die Gäste. Abschlüsse gab es vornehmlich aus der zweiten Reihe, was bei ca. drei Grad und dem schwierigem Geläuf ein durchaus erfolgversprechendes Mittel sein konnte. Bei den Glienicker fehlte bei den Schussversuchen von u.a. Patte, Döner oder Patty noch ein Schluck Zielwasser. Auf der anderen Seite wurde es bei den Versuchen durchaus knapper, gleich zwei Versuche gingen knapp am Pfosten vorbei und einmal war Lars auf dem Posten und entschärfte den Schuss souverän. Gefährliche Strafraumszenen blieben zu Beginn zum Leidwesen der Zuschauer Mangelware.

Ca. 10 bis 15 Minuten vor der Halbzeit bekamen unsere Jungs mehr Kontrolle und Ordnung in ihr Spiel. Durch Spielverlagerungen brachte man den Gegner in Bewegung und kam über außen in den Strafraum. In der 41. Minute wurde mit einem Ball in den Lauf vom fleißigen David erneut eine 1-gegen-1 Situation an der Strafraumkante erzeugt. Der Glienicker Außenverteidiger ließ mit einem Haken den Gegner ins Leere laufen und schloss mit rechts ins lange Eck zum 1:0 ab. Pünktlich ging es zum Pausentee und auf Seiten des Heimteams erhoffte man sich für den zweiten Durchgang mehr Struktur und Druck im Spiel.

Dies war von Beginn an auch der Fall, unsere Jungs übernahmen die Kontrolle und ließen den Ball laufen. Die Gäste mussten mehr verteidigen und kamen nicht mehr gut in die Partie. Lars durfte sich nach einen Abschluss von der Strafraumgrenze mit einem Hechter ins linke Eck noch einmal sehenswert auszeichnen, ansonsten verwaltete die SG das Ergebnis gegen einen Gegner, der nach vorn nicht mehr viel kreierte. Unsere Jungs kamen hingegen ein ums andere Mal in aussichtsreiche Positionen, brachten meist den letzten Pass nicht an den Mann, beispielsweise als man ein ums andere Mal über die Außen in den Strafraum eindrang und keinen Mitspieler fand. Ab der 73. durfte Babba noch am Spiel teilnehmen und zehn Minuten später kam Gurke für Patte. Die größte Gelegenheit der zweiten Hälfte hatte Kapitän Günni, der nach feiner Kombination aus halblinker Position abschloss. Der Torwart reagierte stark und lenkte den Ball mit dem Fuß um den Pfosten.

Dank Davids goldenem Treffer gingen unsere Jungs am Ende als verdienter Sieger vom Platz. Spielerisch kamen beide Teams nicht an ihr Limit, unsere SG investierte in Summe besonders in Halbzeit zwei mehr. In der nächsten Woche gilt es gegen den Tabellennachbarn aus Ruhlsdorf die kleinen Konzentrationsschwächen im Positions- und Passpiel abzustellen, wenn man die 3 Punkte in eigenen Wohnzimmer behalten möchte. Bis dahin wünschen wir einen schönen ersten Advent und bedanken uns bei allen, die trotz des Schmuddelwetters den Weg zum Platz angetreten sind.

Erwartungen beim Schlusslicht erfüllt

Nach nun drei sieglosen Partien, das Pokal-Aus eingerechnet, konnten die Glienicker wieder ein Zeichen setzen. Ohne Mio, Daniel, Lars, Hannes und Babba musste man auswärts bei der Zweiten aus Königs Wusterhausen ran, die in der aktuellen Spielzeit bisher nur einen Punkt erringen konnte. Die Favoritenrolle lag damit klar bei der SG, relativierte sich allerdings ein wenig nach den durchwachsenen Auftritten in den letzten Wochen.

Bei kaltem Wetter begann die Partie mit einem kleinen Deja-vu, da der Start dem des vorherigen Wochenendes ähnelte: Blitztor durch Patty nach nur zwei Minuten. Nach einem Fehler in der Verteidigung der Gastgeber ging Patte dem zu kurzen Ball in Richtung Torwart nach, kam an diesem aber nicht aussichtsreich vorbei. Die Kugel landete bei Patty, der aus 30m, halblinke Position zum Heber über Freund und Feind direkt ins Netz ansetzte und das frühe 0:1 markierte. Unbeeindruckt kombinierte der Gegner kurze Zeit später sehenswert über die rechte Seite bis in den Strafraum hinter unsere Abwehr. Nach einem Pass von rechts außen konnte der Abschluss noch rechtzeitig von Döner geblockt werden. In den ersten zehn Minuten war das seitens der Gastgeber die gefährlichste Aktion in Richtung Glienicker Tor. Unsere Jungs wirkten nicht immer komplett sicher, bestimmten aber mit der Führung im Rücken und durch eine bessere individuelle Qualität weitgehend das Geschehen auf dem Platz. Abschlüsse gab es hauptsächlich für die Gäste, einigen gingen Geschenke der verunsicherten Abwehr der Gastgeber voraus. Eine kleine Auswahl gefällig? Nach 10min segelte ein Freistoß aus ca. 30m rechts am Tor vorbei. Pattes Abschluss aus spitzem Winkel nach einer Ecke wurde vom Keeper entschärft. Ein Abschluss von Robin aus der Luft ging übers Gehäuse. Bis auf einen gefährlichen Konter nach einer Ecke der Glienicker, der nicht in einem Torschuss mündete, hieß es in Puncto weiterer Chancen für das Heimteam in den ersten 30 Minuten „Fehlanzeige“. Für die Gäste gibt es allerdings noch Erwähnenswertes zu vermelden, z.B. ein Abschluss, der ebenfalls aus einem Konter nach gegnerischer Ecke resultierte. Dabei leitete Günni die Kugel fix auf Patty nach außen, der einen Sahnepass auf Patte in den Raum spielte. Dessen Heber über den heraus geeilten Torwart verfehlte sein Ziel. Die Revanche kam in der 28. Minute zu Stande. Nach Aufbau über rechts kam der Ball zu Patte ins Zentrum, der einen Heber auf die linke Seite in den Rücken der Abwehr spielte. Dort war Patty im Strafraum eingelaufen und schlenzte zum 0:2 ins lange Eck. Zehn Minuten später hielt Patte aus ca. 30m einfach mal drauf. Der stramme Flatterball schlug flach im Tor zum 0:3 ein. Mit dem Ergebnis ging es in die Halbzeit, auch für die Zuschauer eine gute Gelegenheit sich kurz aufzuwärmen.

Kurz nach dem Pausentee kamen die Gäste über die rechte Seite in den Strafraum. Der Querpass auf Patte konnte nicht verwertet werden und ging knapp am linken Pfosten vorbei. KW gab sich nicht auf und kämpfte weiter, in den Anfangsminuten von Halbzeit zwei wurde es trotzdem noch nicht übermäßig gefährlich. Auf Glienicker Seite verzog Patty einen Abschluss aus ca. 25m im Fallen, weiterhin ging ein Abschluss nach einer Spielverlagerung von der halblinken Strafraumkante knapp am langen Pfosten vorbei. Die Gastgeber wurden noch mutiger und hielten besser dagegen. Beleg dafür war z.B. eine Ecke, die für ein Gewühl im Strafraum der Glienicker sorgte. Der Volley ging letztendlich über das Tor. Die Statistik belegt das Gefühl, das man als Zuschauer hatte: KW II wirkte vor der Kiste häufig nicht gefährlich und zielstrebig genug, so dass viele Halbchancen durch unsere Jungs rechtzeitig entschärft werden konnten. Die lediglich sechs erzielten Tore sprechen eine deutliche Sprache. Ein leichtes Übergewicht hatten eine halbe Stunde vor Schluss dennoch die Gastgeber. Und wir Zuschauer wurden in der 60. Minute durch Alexander Schwade gleich eines besseren belehrt. Der leichte Ballverlust auf Höhe der Mittellinie wurde direkt mit einem Steilpass und dem Abschluss aus kurzer Distanz bestraft. Schwade sorgte mit seinem Schuss aus kurzer Distanz für den 1:3 Anschluss. Alle Hoffnungen des Heimteams wurden eine Minute später durch einen sensationellen Volley in den Winkel aus halbrechter Position nach einem langen Ball zunichte gemacht. Mit dem 1:4 war das Spiel vor entschieden und die Luft ein wenig raus. Einmal kam KW noch gefährlich vor das Glienicker Tor: Ein Konter wurde von Basti mit seinem starken Tackling nicht komplett entschärft und der beim Gegner ankommende Ball wurde über das Tor geschossen. Ca. 20 Minuten vor Ende vollzog Trainer Backe seinen einzigen möglichen Wechsel und brachte Gurke für Patte. Dieser setzte in der 76. Minute nach Vorlage vom Captain den Schlusspunkt zum 1:5 mit seinem ersten Saisontreffer. Die letzte Viertelstunde wurde von der SG anständig verwaltet und so darf man nach diesem deutlichen Ergebnis konstatieren, dass wir das Kicken nicht verlernt haben. Um eine Standortbestimmung handelt es sich vielleicht nicht. Nach den letzten Wochen fühlt sich Pflichtsieg trotzdem ein wenig wie Balsam fürs gelb-blaue Gemüt an und war auch nicht zwingend selbstverständlich. Wir danken Siggi und Familie Müller, die sich mit uns warme Gedanken gemacht und die Mannschaft unterstützt haben 🙂

Am kommenden Sonntag laden unsere Herren dann im eigenen Wohnzimmer zum Revierderby gegen die Spielgemeinschaft Sperenberg / Mellensee.

Pokal-Aus in Niederlehme

Erneut müssen unsere Glienicker im Herbst gegen ein Team aus der zweiten Kreisklasse das Aus im Pokal hinnehmen. Hannes, Daniel und Mio konnten dabei nicht mitwirken.

Bei herbstlichem Wetter war vorprogrammiert, dass es für die Torhüter kein einfaches Spiel werden würde. Der Beweis wurde quasi mit dem Anstoß erbracht. Robin eroberte den Ball im Zentrum, legte auf Patte raus, der im Halbfeld die Kugel sehenswert mit der Hacke in den Lauf von Patty spielte. Frei vor dem Tor schloss er kurz hinter der Ecke des Strafraums ab. Es gab Situationen, wo der Abschluss besser gelang: Dieser kam genau in Richtung Torwart. Dem Keeper rutschte der Ball durch die Finger und landete zum 0:1 im Tor – ein Einstand nach Maß für die Gäste.

Unbeeindruckt davon spielte Niederlehme gut auf und hatte nach wenigen Minuten nach einen Steilpass über ihre rechte Seite den Ausgleich auf dem Fuß. Lars verkürzte sehr gut, entschied das Eins gegen Eins für sich und sicherte die Kugel im Nachfassen.

Anfangs gestaltete sich die Partie recht ausgeglichen und es kam zur nächsten Gelegenheit auf der anderen Seite als Benny über links zur Grundlinie durch brach und auf Patte legte, dem der Direktabschluss aus ca. 12m etwas misslang. An Hand der Chancen ging es Hin und Her, wobei die Gastgeber allmählich ein spielerisches Übergewicht bekamen. Nach ca. 15 Minuten wurde es vor der Glienicker Kiste erneut gefährlich als es über rechts in den Strafraum ging. Den Abschluss aus spitzem Winkel entschärfte Lars souverän. Kurze Zeit musste der Schiri die erste knifflige Entscheidung fällen, als man einem Spieler aus Niederlehme an der Strafraumgrenze auf den Fuß stieg. Die Entscheidung war letztendlich ein Freistoß, der nichts einbrachte. Auf der Gegenseite machte es Patte in der 22. Minute besser und zog den ruhenden Ball von der linken Seite auf die kurze Ecke. Mit etwas Glück sprang der Ball vom Keeper ins Tor zum 0:2. Kurze Zeit später brachte Benny mit einem Pass auf den durchgelaufenen Günni Tiefe ins Glienicker Spiel. Nach der Ablage auf Patte traf dieser auf dem sumpfigen Geläuf die Kugel nicht perfekt und so landete das Spielgerät nach dem Abschluss aus ca. 10m am Pfosten.

Der finale Weckruf für die gut aufspielenden Niederlehmer erfolgte in der 32. Minute: Eine Flanke von Pascal Lietzmann fiel ins lange Eck zum Anschluss. Die Heimmannschaft erlangte die Oberhand und begann den Takt vorzugeben, auf Glienicker Seite wurde zuvor schon sehr ökonomisch gespielt und nun hatte man große Probleme dagegen zu halten. Nur drei Minuten nach dem Anschlusstreffer konnte man von Glück reden als ein Abstauber, der nach einem Schuss aus 16m verwertet wurde, auf Grund eines Abseitsposition zurück gepfiffen wurde. Unsere Jungs wirkten immer unsicherer und leisteten sich viele einfache Ballverluste, einer davon passierte sogar mitten im Strafraum. Der Gegner lief fast von der Torauslinie in die Mitte und konnte nur in höchster Not per Tackling am Abschluss gehindert werden. Erneut wurde der Ruf nach einem Elfer laut, der Schiedsrichter entschied allerdings auf Eckball. Direkt vor der Halbzeit kam es zur besten spielerische Szene im Spiel, leider für Niederlehme. Nach sehr guten Kombinationen durchs Zentrum wurde aus halbrechter Position steil gespielt. Lietzmann tauchte im Strafraum auf und schoss den Ball humorlos unter die Latte zum verdienten Ausgleich. Mit dem Unentschieden ging es in die Halbzeit und auf Glienicker Seite konnte man alles andere als zufrieden sein. Besonders in den letzten Minuten hatte man als Zuschauer eher den Eindruck, dass Glienick der Underdog aus der zweiten Kreisklasse ist. In Halbzeit zwei sollte es mit mehr Einsatzbereitschaft und Struktur besser werden.

Leider machten sich unsere Jungs das Leben selbst schwer. Als Beispiel sei hier ein Rückpass in der 53. Minute genannt, den man relativ unbedrängt zur Ecke her schenkte. Diese fand einen Abnehmer und nur der Pfosten rettete die Gäste vor dem Rückstand, für den dann wenige Minuten später Steve Richter sorgte. Die Unterbrechung in der 57. wurde auch gleich genutzt um die Einwechslung von Babba durchzuführen. Eine Änderung im Spiel gab es dadurch allerdings nicht, da grundlegende Dinge nicht funktionierten. Für die Vorentscheidung sorgte erneut Richter in der 65. Minute. Mehrere Glienicker entschieden sich auf der rechten Seite den Gegner besser nicht unnötig zu bedrängen und so konnte frei in die Lücke gespielt werden. Die Kopfballvorlage landete am Ende bei Richter, der aus halbrechter Position im Strafraum ins lange Eck verwandelte. Das Spiel verflachte danach deutlich. Ideenlose Gäste brachten die disziplinierte Abwehr von Niederlehme kaum in Bedrängnis. Lediglich Fernschüsse kamen zu Stande, den Weg in den Strafraum fand man selten. Patte spielte einmal auf Babba durch, der den Ball unsauber mitnahm und somit das Duell gegen den Keeper verlor. Dass der Frust tief saß, wurde gegen Ende immer deutlicher, da die Gäste nicht mehr sauber spielten, sondern sich stattdessen diverse Undiszipliniertheiten leisteten. Dass die Partie so nicht gedreht werden kann, liegt auf der Hand und somit gratulieren wir Niederlehme II zum verdienten Einzug ins Halbfinale des MAZ-Pokals. Zu Erwähnen ist noch, dass 10 Minuten vor dem Ende Gurke für David in die Partie kam und dass es nach Abpfiff auf Grund unnötiger Diskussionen noch einige Karten für Glienick gab.

Für die SG ist die Situation aktuell sehr schwierig, denn die Mannschaft ließ viele Grundtugenden des Fußballs vermissen. Durch diese Phase müssen wir uns nun durchbeißen und uns mit fleißigem Training sowie einer besseren Einstellung in der nächsten Woche gegen Eintrach KW II selbst raus ziehen.

Wir danken allen Zuschauern, die mit uns litten und uns trotz des unangenehmen Wetters unterstützt haben. Bleibt sportlich und kommt gut die Woche!

Nichts zu holen in Jüterbog

…gab es für die Glienicker Jungs. Nach einem freien Wochenende waren für die Partie gegen die Zweite aus Jüterbog Lucas, Danne, Bonny, Daniel, Hannes und David verhindert.

Die Hausherren zeigten von Beginn an wer Herr auf Feld war. Nach nur zwei Minuten ging es richtig schnell und ein Pass in den Rücken der Glienicker Abwehr sorgte für die erste 100%ige Chance, die der Angreifer aus halblinker Position über die Latte setzte. Von Beginn an wackelte die Glienicker Defensive bedenklich und wir taten uns auf tiefen und glitschigem Rasen sehr schwer. Jüterbog hatte richtig Zug und Tempo nach vorn und kam häufig in aussichtsreiche Positionen. Nach nur neun Minuten leiteten die Gäste durch ein Missverständnis Höhe der Mittellinie einen Konter selbst ein, als man beim Passversuch den Mitspieler anschoss und der Gegner aufs Tor zulaufen konnte. Doppelt bitter kam es als man sogar noch die Chance zum Klären hatte und der weg gespitzelte Ball genau in den Lauf von Christian Kaiser kam, der sich die Gelegenheit nicht nehmen ließ und das 1:0 markierte. Nach ca. 20min spielte Jüterbog durch eine Lücke geschickt in den 16er, die sehenswerte Abnahme aus der Luft landete letztendlich am rechten Pfosten. Hielt man es mit den Glienickern befürchtete man Schlimmes, immer wieder spielte das Heimteam schnell nach vorn und lief auf eine entblößte Abwehr zu. Die Gäste wirkten verunsichert und fanden kaum ins Spiel. Einzig nennenswerte Aktion in der ersten halben Stunde war ein guter Steilpass, wo der Torwart gerade noch retten konnte. Für Jüterbog lief weiterhin alles nach Plan und seitens unserer SG wurden fleißig Geschenke verteilt. Ein erneuter Fehlpass im Spielaufbau in den Fuß des Gegners läutete die nächste Großchance ein. Neben zeitweise Günni, der das Kapitänsamt übernommen hatte, war Lars eindeutig der beste Mann auf Seiten der Gäste. Eine Fehlerkette wurde in der 28. Minute erneut bestraft als ein langer Ball vom Torwart durch rutschte und Tim Haberzeth sich allein aufs Tor zulaufend die Chance zum 2:0 nicht nehmen ließ. Nach guter Kombination über links kam Vasco Niendorf in den Strafraum, sein mehrfach abgefälschter Ball fand den Weg ins lange Eck zum verdienten 3:0. Die SG hatte sich gerade wieder etwas gefangen und bekam Sicherheit als Jüterbog nun auch noch das nötige Spielglück auf seiner Seite hatte. Kurz vor der Halbzeit traute sich Benny in den gegnerischen Strafraum und schloss aus spitzem Winkel ab. Der Torwart parierte und es kam zum Gewühl im 16er. Letztendlich wurde die Doppelchance mit einem Abschluss übers Tor beendet. Dass nichts für die Gäste lief, zeigte eine Situation kurz vor der Halbzeit als ein Gegenspieler beim Kopfballduell derart unglücklich auf Robins Sprunggelenk landete, dass er nicht mehr weitermachen konnte. Dadurch durfte Babba bereits nach 39 Minuten die Bank verlassen.

Nach der Halbzeit sah man ein etwas anderes Spiel, Glienick spielte besser und stellte Jüterbog vor Probleme. Die Heimmannschaft leistete sich Ballverluste und versuchte es meist mit langen Bällen – auch hier fand Glienick eine bessere Variante zur Verteidigung als in Halbzeit eins. Acht Minuten nach der Pause gab es einen Freistoß für die Gäste aus zentraler Position. Patte ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte zum 1:3. Das Selbstvertrauen stieg bei der SG und man hatte das Gefühl, dass es möglich ist, die Partie zu drehen. Weitere Gelegenheiten ließ man liegen, so glasklare Chancen wie Jüterbog hatte man nicht, der direkte Anschluss lag trotzdem ein Stück weit in der Luft – bis zur 60. Minute. Die Gastgeber versuchten es erneut hoch und lang, der zweite Ball wurde erobert und ab ging die Fahrt Richtung Glienicker Tor. Der Ball von außen kam halbhoch zu Haberzeth, der die Kugel technisch anspruchsvoll ins rechte Eck buxierte und sich den Doppelpack sicherte. Unser Keeper wäre vielleicht sogar noch rangekommen, rutschte leider weg und so wurde der Stecker erst einmal gezogen. Zwei Minuten später kam David für Mio in die Partie. Das Spiel gestaltete sich danach etwas ausgeglichener mit Vorteilen für die Glienicker. Abschlüsse gab es für die SG leider zur wenig, auch wenn man immer wieder in aussichtsreiche Räume kam – gefährlich wurde es besonders, wenn der gut aufgelegte Günni nicht nur die Übersicht behielt, sondern auch die Pässe auf den Punkt kamen. Bevor Patte für Gurke vom Feld ging, fehlte nur wenig zum nächsten Treffer. Der Kapitän spielte einen Chip-Ball über die Abwehr und Patte setzte seinen Abschluss nur knapp neben den Winkel. Als der Wechsel stattfand waren 76 Minuten gespielt und die Zeit lief eindeutig gegen die Gäste. Gleiches galt leider auch für das Spiel, meist nach Standards oder schnellen Umschaltmomenten rettete man in letzter Sekunde. Ein weiterer Treffer kam bis zum Ende nicht mehr zu Stande und so blieb es beim verdienten 4:1. Die Partie hat man leider bereits in der ersten Halbzeit her geschenkt und sich die Möglichkeit den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten, nicht genutzt. Die Leistung der ersten Halbzeit war alarmierend, der zweiten Hälfte konnte man allerdings viel Positives abgewinnen. Sofern man das konservieren und am kommenden Sonntag über 90min abrufen kann, hat man gegen Wildau II im Heimspiel nicht die schlechtesten Karte. Bis dahin wünschen wir eine gute Woche und danken allen, die den weiten Weg auf sich genommen und uns unterstützt haben.

Eine knappe Geschichte

Geht man von der tabellarischen Situation aus, sollten die Grün-Weißen aus Großbeeren für die Gäste aus Glienick als Underdog auftreten. Dass Fußball besonders in unserer ersten Kreisklasse so nicht funktioniert, bewies knappe Sieg letzte Woche im Pokal gegen Dahlewitz.

Lars, Lucas, Mio und Danne mussten für das Spiel gegen die Zweite auf dem Eichenhügel passen. Mitten im Altweibersommer wurde die Partie pünktlich um 13Uhr begonnen und unsere SG begann wie in der Vorwoche mit angezogener Handbremse. Dem Heimteam wurden Räume angeboten und wir waren häufiger etwas hinten dran. Dank Davids Bierruhe im Tor überstanden die Glienicker einige brenzlige Situationen in den ersten Minuten. Torchancen waren vorerst Mangelware – hoch und weit bringt Sicherheit schien das Motto zu sein, strukturiert ging es meist nur in den eigenen Hälfte zu. Grün-Weiß war motiviert und versuchte früh zu stören, Glienick tat sich schwer. Stichwort Torgelegenheiten: Erwähnenswert ist ein Freistoß von Großbeeren vom 16er über die Mauer, den David entschärfte und auf der anderen Seite ein Kopfball von Robin nach einer Ecke, den der Keeper über die Latte lenkte. Nach 25 Minuten setzte Patty, der erneut viel unterwegs war, einen Abwehrspieler unter Druck und piekte ihm den Ball vom Fuß, der knapp am Pfosten vorbei ging.

Im Anschluss kam Glienick zwar etwas besser ins Spiel, die nicht von fußballerischer Finesse strotzende erste Halbzeit ist allerdings im Wesentlichen bereits erzählt.

Zufrieden konnte man mit dem Gezeigten auf Seiten der Gäste nicht sein und so versprach man sich in der zweiten Halbzeit eine Steigerung. Yannik Andrea Pirlo sollte in die Partie kommen und der für das Spiel neu geordneten Defensive mehr Sicherheit geben. David, der als Linksverteidiger in die Startelf gerückt war, wurde als Vorsichtsmaßnahme vom Feld geholt, da es wie bei einem Boxer einmal richtig bei ihm klingelte. In der ersten Halbzeit bekam er einen Ball ins Gesicht und da will man natürlich keine Verletzungen riskieren.

Die Halbzeitansprache und die Umstellung zeigten zu Beginn von Halbzeit zwei sofort Wirkung. Glienick wurde stärker und verlagerte die Partie weiter weg vom eigenen Tor bzw. in die gegnerische Hälfte. Es wurde früh gestört und man hatte fast den Eindruck als wäre in den ersten Minuten ein anderes Team auf dem Feld. Hochkarätige Möglichkeiten erarbeitete man sich allerdings noch nicht. In der 50. Minute gewann Robin das wichtige Kopfball-Duell im Mittelfeld und verlängerte auf den durchgelaufenen Patty. Mit dem Selbstvertrauen seines Treffers aus der letzten Woche, behielt er die Nerven und netzte zum 0:1 ein. Kurz danach fand Günni die Lücke und setzte Patte in Szene. Das Schlitzohr erkannte, dass der Torwart etwas vor dem Tor stand und versuchte es mit einem Heber aus ca. 25m, der allerdings in den Armen des Keepers landete. Nach den ersten guten 15 Minuten der Glienicker meldete sich Grün-Weiß auch einmal zu Wort, und das gleich richtig: Ein Freistoß auf der rechten Seite in der Nähe der Eckfahne wurde in den Strafraum gebracht. In Manier eines Mittelstürmers fand der halbhohe Ball am kurzen Pfosten den Weg vom Kopf eines Glienickers ins eigene kurze Eck. Zur Verwirrung aller wurde der Treffer allerdings wegen einer Abseitsposition aberkannt. Für fast alle Beteiligten schien es ein reguläres Tor zu sein, der Schiedsrichter war zum Glück für die Gäste anderer Meinung. Nach dem sehr guten Beginn der Glienicker war es wieder etwas ausgeglichener, vielleicht mit leichten Vorteilen für die SG. Ein Abschluss von Patte aus der zweiten Reihe ging noch einmal links am Tor vorbei. In der 63. Minuten schaltete Grün-Weiß schneller als die Hintermannschaft der Glienicker und der Ball wurde auf Alexander König durchgesteckt, der aus kurzer Distanz David überwinden konnte. In der 70. Minute machte sich Babba für seine Einwechslung bereit uns sollte für Daniel kommen. Die Art der Unterbrechung sorgte für Freude für alle, die es mit der SG hielten: Günni steckte auf Patty durch, der sich die Butter nicht vom Brot nehmen ließ und einen Doppelpack zum 1:2 schnürte. Die letzten 20 Minuten sollten für Spannung sorgen, fußballerische Leckerbissen gab es dennoch nicht in großem Umfang zu bestaunen. Bis kurz vor Schluss spielten die Gäste Kontergelegenheiten meist nicht sauber zu Ende, hatten dafür defensiv allerdings meistens alles im Griff. In den letzten Minuten kam Großbeeren dennoch zu vielen Möglichkeiten durch Standards, für unsere Jungs waren einige der Entscheidungen nicht nachvollziehbar. Fünf Minuten vor Ende nahm Backe noch einmal Zeit von der Uhr und brachte Gurke für Patte, der vorn den einen oder anderen Ball fest machen konnte. Der Sieg wurde letztendlich nach Hause gefahren und basiert auf einer Leistungssteigerung in Halbzeit zwei. Mit dem Sieg kann man bei dem Gezeigten durchaus zufrieden sein, wenn es auch erneut so eng war. Für die Nerven von Trainer und Zuschauer ist das vielleicht nicht ganz so einfach, dennoch kann es ergebnistechnisch in zwei Wochen gern so weiter gehen. Das Spiel gegen Ruhlsdorf am kommenden Sonntag wurde auf den 08.12.2019 verlegt, so dass nun zwei Wochen Zeit für eine intensive Vorbereitung gegen die Zweite aus Jüterbog verbleiben. Das Match beginnt am 03.11. um 14:00Uhr in Jüterbog. Bis dahin wünschen wir eine schöne Zeit und bedanken uns selbstverständlich bei allen, die den Weg auf den Eichenhügel angetreten sind.

Pokalfight angenommen = Spiel gedreht!

Gerade einmal zwei Wochen nach dem Gastspiel in Dahlewitz empfing man den gleichen Gegner zum Pokalspiel, diesmal auf eigenem Platz. Personell mussten Lars, Mio und Daniel passen.

Nach dem äußerst schmeichelhaften 1:8 hieß es für die übrigen Spieler nun auf Pokalmodus umzuschalten und den Kampf entsprechend anzunehmen.

Mit Beginn der Partie war sofort zu merken, dass der Anspruch der Glienicker hoch ist und Dahlewitz sich einiges vorgenommen hat. Alle hatten sofort das Gefühl, dass es keineswegs einfach wird. Unsere Jungs taten sich schwer in die Partie zu kommen. Unglückliche Laufwege, verbesserungswürdiges Timing und mangelnde Abstimmung sorgten gegen einen hoch motivierten Gegner für ein zu Beginn recht zerfahrenes Match. In den ersten Minuten kamen die Gäste auch gleich zu mehreren Abschlussgelegenheiten und nutzten dabei die Fehler der SG gekonnt aus. Zählbares kam noch nicht heraus, die Feinjustierung fehlte bei den Blau-Weißen noch als ein z.B. Abschluss aus dem Strafraum knapp über das Tor ging oder David im Tor die Bälle rechtzeitig entschärfte. Dahlewitz kämpfte und lief sehr viel und verlor dabei die spielerische Komponente nicht aus den Augen. Jeder Glienicker hatte im Mittelfeld einen direkten Gegenspieler, der einem auf Schritt und Tritt folgte. Unsere Jungs suchten weiterhin nach Lösungen, verzettelten sich im Verlauf der ersten Halbzeit allerdings immer wieder. Hatte man mal den Ball gab man ihn zu einfach wieder her und machte den Gegner stark. Chancen gab es eher wenige für die Heimmannschaft. Wirklich gefährlich wurde es bei einem Abschluss von Patte, der die Latte traf. In der 42. Minute kam Dahlewitz erneut gefährlich vor das Tor der Heimmannschaft. Diesmal wurde die Situation ausgenutzt und Frank Norderer versenkte den Ball zum verdienten 0:1.

In der Halbzeit wurde bei unserer SG gewechselt und Patty kam für Lucas ins Spiel – ein Wechsel der sich bezahlt machen sollte. Glienick fand nach Anpfiff der zweiten Halbzeit besser ins Spiel und verlagerte das Spiel mehr in die gegnerische Hälfte, allerdings ohne mit sehenswertem Kombinationsspiel zu glänzen. Optisch hatte man den Eindruck, dass sich die Zweikampfquote verbesserte und das Spiel besonders durch Patty und Basti über außen immer wieder angekurbelt wurde. Großer Wermutstropfen war allerdings, dass man gerade im Spielaufbau immer wieder leichtfertig den Ball her schenkte und Dahlewitz somit attraktive Spielsituationen anbot. Die Möglichkeiten wurden meist rechtzeitig und gut entschärft, das Leben machte man sich damit aber unnötig schwer.

Nach 60 Minuten gab es die Belohnung für die Mühen der Heimmannschaft. Patty drang recht frei in den Strafraum ein und setzte den Ball ins lange Eck. Von einem Dahlewitzer unhaltbar abgefälscht, fand die Kugel den Weg ins Netz zum Ausgleich und Patty den Lohn für seine bis dahin starke Leistung. Nach dem Treffer musste Trainer Backe die Hintermannschaft umstellen, da Yannik verletzungsbedingt raus musste. David kam für ihn in die Partie und die SG sortierte sich neu. Dahlewitz blieb fortwährend gefährlich, Glienick hielt dagegen und traf im Spielaufbau weiterhin nicht immer die ideale Entscheidung. Die Abschlüsse der Gäste wurden von David oder den wachsamen Abwehrspielern meist rechtzeitig zu Nichte gemacht. Eine große Möglichkeit der Glienicker muss noch erwähnt werden: Nach Geistesblitz von Günni, der nach Balleroberung Patty auf die Reise schickte, lief dieser frei aufs Tor zu. Normal lässt er sich bei solchen Gelegenheiten nicht die Butter vom Brot nehmen. Passend zum Spiel wollte er im Dienst der Mannschaft ca. 10m vor dem Tor noch einmal zum mitgelaufenem Bonny rüber legen. Ein Dahlewitzer kam noch dazwischen und so wurde es nichts mit der Führung. Blau-Weiß wurde im Verlauf des Spiels immer mutiger bei einem offenen Schlagabtausch und wollte den Sieg unbedingt mitnehmen. Zunichte wurde es gemacht als nach einem Standard der Gäste ein Abpraller nicht reaktionsschnell agierte und das Heimteam zu einem Konter kam. In Überzahl gelang es in den Strafraum einzudringen. Bonny erhielt den Ball, umkurvte halbrechts den letzten Gegenspieler in Manier eines Arjen Robbens und schloss unhaltbar flach ins kurze Eck zur umjubelten Führung ab. Ab da waren noch mindestens 15 Minuten zu spielen und Dahlewitz sollte noch einmal kommen. Unsere SG hatte fortan weniger Ballbesitz, wurde teilweise in die eigene Hälfte gedrängt und beschränkte sich vornehmlich aufs Kontern. Gefährlich wurde es für das Glienicker Tor durch Freistöße, die sehenswert waren, allerdings nichts Zählbares auf die Tafel brachten. Mit hoher Intensität und Kampf kam meist noch ein Glienicker im oder vor dem Strafraum dazwischen und so lief den Gästen langsam die Zeit davon. Kurz vor Schluss gab es noch einmal Chancen auf beiden Seiten. Erst schüttelte Patte seinen Gegenspieler an der Mittellinie ab und lief aufs Tor zu. Seinen guten Abschluss konnte der heraus geeilte Gästekeeper entschärfte und war auch beim Nachschuss von Hannes in Richtung Dreiangel gerade noch rechtzeitig auf dem Posten, um die Kugel über die Latte zu lenken. Hannes war weniger Minuten zuvor für Bonny eingewechselt worden, die Uhr zeigte hier bereits Minute 87 an. Die Verlängerung in allerletzter Sekunde verpasste der eingewechselte Paul Krause als er eine Hereingabe per Kopf knapp über unseren Torwart und zum Glück auch das Tor setzte.

Mit dem knappen Erfolg überstanden unsere Jungs das Achtelfinale und ziehen damit in die nächste Runde ein. Dafür musste man richtig leiden und sehr viel arbeiten. Ein Pokalspiel ist immer ein bisschen besonders, meist unabhängig von den Vorzeichen der Liga und oft von Leidenschaft geprägt – das konnte jeder der Beteiligten erkennen und entsprechend resümieren. Herauszustellen ist, dass man sich in ein schwieriges Spiel, wo vieles schwer viel, hinein gekämpft hat und den Sieg trotz zwischenzeitlichen Rückstand und einigen Rückschlägen errungen hat. Vielen Dank an alle, die beim 2:1 aus den Sitzen gegangen sind und uns tatkräftig unterstützt haben. Für Eindrücke vom Spiel möchten wir euch unsere Facebook-Seite ans Herz legen, wo wieder Bilder von unseren treuen Hobbyreporterinnen Lisa und Jeannette veröffentlicht wurden.

Kuriositäten auf gutem Niveau

Mitten im Altweibersommer hieß es Zweiter gegen Vierter als unsere Herren nach Jahren wieder einmal die SG aus Schulzendorf im Freizeitzentrum Willi Lau begrüßen durfte. Der Aufsteiger hatte bisher beachtliche Ergebnisse geliefert und deshalb war ein interessantes Spiel zu erwarten. Daniel und Danne konnten dem Ganzen diesmal nicht beiwohnen, ansonsten konnte Backe aus dem Vollen schöpfen.

Hervorragend eingestellt schickte der Trainer seine Jungs auf den Platz, die zu Beginn druckvoll agierten und die Gäste bei guter Ballsicherheit vor einige Herausforderungen stellte. Bereits nach wenigen Minuten hätte die Heimmannschaft die „Eins“ auf die Anzeigetafel zaubern können. Nach sehenswerter Kombination über links spielte Patty den Ball zu Babba, der diesen an der Strafraumgrenze am Verteidiger vorbei spitzelte und frei vors Tor kam. Vor einem heran eilenden Abwehrspieler piekte er aus ca. 12m den Ball in Richtung Winkel. Das Glück war in dieser Situation mit den Gästen, denn die Kugel flog von Innenpfosten zu Innenpfosten und zurück ins Feld. Nach dem Ausrufezeichen kam es in der achten Minute zu nächsten wunderlichen Situation. An der rechten Außenlinie versuchte Benny den Ball in den Strafraum zu flanken, den ein Gegenspieler blockte und das Spielgerät in Richtung Tor abfälschte. Der in diesem Moment unglückliche Keeper der Gäste lief entgegen, so dass die Kugel vor ihm auf und dann über ihn ins Tor zum 1:0 trumpfte. Nur fünf Minuten später fand Günni umringt von Gegenspielern an der rechten Strafraumgrenze eine richtig gute Lösung und steckte auf Patte durch. Patte zögerte nich und schoss aus recht spitzem Winkel flach und unhaltbar ins lange Eck. Vom Pfosten ging der Ball ins Tor zum bis dahin nicht unverdienten 2:0.

Nach ca. 20 Minuten fand Schulzendorf bessere Lösungen im Spielaufbau, zusätzlich war das Heimteam nicht immer ideal positioniert und stellenweise den berühmten Schritt später dran. Die Partie wurde ausgeglichener und mit dem ersten richtig gefährlichen Angriff der Gäste gab es die Quittung. In einem unachtsamen Moment drang Schulzendorf per Steilpass über die linke Seite in den Strafraum ein. Die flache Hereingabe wurde vor dem im Rücken einlaufenden Gegner unglücklich und unhaltbar in den eigenen Winkel zum Anschlusstreffer katapultiert. Da sah der gelb-blaue 6er dann einmal wie es richtig gemacht wird, nur war die Kiste leider die falsche. Im Anschluss entwickelte sich ein Schlagabtausch auf gutem Niveau mit leichten Vorteilen für die Gäste und einige Abschlüssen auf beiden Seiten. Kurz vor der Halbzeit mussten wir unfreiwillig wechseln. Robin ersetzte Günni, der verletzt das Feld verlassen musste. Bis zu Pause tat sich in den letzten Minuten einer rassigen ersten Hälfte nichts mehr.

Mit großen Ambitionen kamen beide Teams zurück aufs Feld und unsere Jungs versuchten das Zepter zu übernehmen, allerdings fiel dies um einiges schwerer als zu Beginn des Spiels. Vier Minuten nach Wiederanpfiff versuchten wir durch die Hintertür das Spiel neu aufzubauen und spielten zum gut aufgelegten Lars zurück. Bei der Rückwärtsbewegung und beim Anbieten lief dann einiges schief und es landete der Ball bei Schulzendorf, die eine Überzahlsituation im Strafraum sehr gut ausspielten. Maximillian Ludwig erzielte letztendlich den Ausgleich. Nach 55 Minuten ersetzte Hannes positionsgetreu Mio. In der spannenden Partie bot das Kuriositätenkabinett fünf Minuten später die nächsten folgenschwere Slapstick-Einlage an. Glienick ging gut drauf und setzte die gegnerischen Verteidiger nach einigen Querpässen unter Druck. Beim Versuch des Schulzendorfer Abwehrspielers den Ball weiter zu spielen traf er ihn derart unglücklich, dass er hoch über den entgegen kommenden Torwart ins Netz ging. Der nächste Treffer aus der Kategorie „Kacktor“ sorgte für die erneute Glienicker Führung. Trotz der teilweise bizarren Aktionen, die auch zu Toren führten, war die Partie nicht unansehnlich. Das Heimteam offenbarte im Zentrum große Lücken und so ergab sich ein offener Schlagabtausch zweier spielstarker Teams mit Vorteilen und besseren Gelegenheiten für die Gäste, die nun auf den erneuten Ausgleich drängten. Der Aufsteiger tauchte zwei mal gefährlich vor dem Tor auf, konnte vorerst allerdings kein Kapital daraus schlagen. Nennenswert ist hierbei ein Hochkaräter, bei dem Lars das 1 gegen 1 für sich entschied und den Tunnelversuch sensationell am Pfosten vorbei mogelte. Unsere SG brachte im letzten Drittel die entscheidenden Pässe nicht mehr durch und hatte Mühe die Spielkontrolle zu erlangen. In der 75. Minute kamen die Gäste über rechts in den Strafraum und gefühlt war die Situation bereits bereinigt. Beim Versuch eine spielerische Lösung zu finden, wurde der Ball leichtfertig im Strafraum her gegeben. Nach der Eroberung bewies die SG aus Schulzendorf eine gute Spielübersicht und legte sich den Ball an der Strafraumgrenze zurecht. Jeffrey Schuffenhauer zog flach ab und es klingelte unhaltbar zum 3:3 im Glienicker Kasten. Zwei Minuten später vollzog Trainer Backe seinen zweiten Wechsel und brachte David für den angeschlagenen Benny, was zu einigen Positionswechseln führte. Beide Mannschaften spielten auf Sieg und so kam es zu einer spannenden Schlussphase in einer Partie auf Messers Schneide, wo sich der Schiedsrichter noch einigen kniffligen Situationen stellen musste. Einen Freistoß von Patte entschärfte der Gästetorwart stark. Der Ball landete direkt bei Hannes, der zum vermeidlichen 4:3 traf. Der Schiedsrichter sah eine Abseitsposition und erkannte den Treffer nicht an, aufzulösen war es nicht. Kurze Zeit später versuchte Döner im gegnerischen Sechszehner vor dem Torwart an den Ball zu kommen, um ihn zu umkurven. Dabei wurde er beim Zusammenprall von den Beinen geholt und es gab kurz Spekulationen um einen möglichen Elfmeterpfiff. Dieser blieb aus und ließ das eine oder andere fragende Gesicht zurück. Da sich der Keeper bei der Aktion weh tat, ging es nach kurzer Unterbrechung ohne große Proteste mit der fairen Partie weiter. Die letzten Großchancen des Spiels wurden fair verteilt. Nach einer Spielverlagerung inkl. Torabschluss behielt Hannes mit dem Rücken zum Tor im Strafraum die Übersicht gegen den aus dem Tor geeiltem Keeper und legte auf Babba zurück. Dieser ließ noch einen Gegenspieler ins leere Laufen und verschenkte mit seinem Abschluss mit links von der rechten Strafraumkante neben das Tor leichtfertig den Sieg. Der Torwart hatte in diesem Moment noch nicht wieder seine Position eingenommen. Den Schlusspunkt setzten die Gäste mit einem Abschluss von der rechten 5er Kante ins kurze Eck. Lars war auf dem Posten und sicherte mit einer tollen Parade den Punkt.

Letztendlich darf man von einem gerechten Unentschieden sprechen, bei dem beide Mannschaften kuriose (Eigen)tore erzielten, sehr gute Chancen vergaben und trotzdem ein spielerisch ansprechendes Match darboten. Konservieren beide Teams ihre Verfassung wird man sie am Ende vermutlich noch längere Zeit im oberen Teil der Tabelle wiederfinden. Uns wurde heute bei diesem Gradmesser offenbart was gut funktioniert und wo Verbesserungspotential liegt. Zieht man daraus die richtigen Schlüsse, hat man in der nächsten Woche eine gute Chancen gegen die Zweite von Dahlewitz in die nächste Pokalrunde einzuziehen. Bis dahin wünschen wir allen Angeschlagenen und Verletzten gute Besserung und bedanken uns bei den Zuschauern herzlich für die Unterstützung – natürlich nicht zuletzt bei Jeannette und Lisa für die Bilder, die ihr auf unserem Facebook-Account bewundern könnt.