Weihnachtlicher Jahresabschluss der Bambinis

Am Nikolausabend ließen die Jüngsten der SG Glienick das erste gemeinsame Jahr in familiärer Atmosphäre im gemütlich gestalteten Restaurant Elounda ausklingen. Die Weihnachtsfeier wurde zur Familienfeier. Spieler, Spielerinnen, Übungsleiter, Eltern und Geschwister verbrachten nach einer lockeren Trainingseinheit gemeinsam ein paar gemütliche Stunden. Gemeinsam wurde das erste Jahr Revue passieren gelassen. Die Übungsleiter zeigten sich stolz, dass zum Jahresende 17 Kinder zur neu gegründeten Mannschaft zählen und sich alle mit Spaß, Freude und Ehrgeiz zum wöchentlichen Training einfinden. Als Highlights des Jahres wurden einige Testspiele und ein Turnier mit erfolgreichen Ergebnissen bestritten. In den Wintermonaten liegen einige Hallenturnieren an, so dass auch mit Spannung in die nahe Zukunft geschaut wird.

Sogar der Nikolaus legte nach einem langen Arbeitstag eine Sonderschicht ein und beglückte die Bambinis mit einigen tollen Präsenten. Ein riesen Dankeschön an unseren bärtigen Freund.

Ein besonderes Dankeschön an dieser Stelle an das Team des Elounda um Simone und Mike für das geschaffene Ambiente und die herausragende Bewirtung. Ihr sorgtet für eine besondere Überraschung. Zum ersten Geburtstag des griechischen Restaurants in Glienick veranstalteten sie eine große Tombola. Der Erlös von 300€ wurde dem Bambiniteam übergeben. Vielen lieben Dank für diese außerordentliche Geste und wir freuen uns auf eine weiterhin partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Das Übungsleiterteam um Matthias, Andy und Christian wünschen Allen eine besinnliche Adventszeit und ein spannenden Start ins Sportjahr 2019.

Kantersieg in der Festung

Am vorletzten Spieltag der Hinrunde in der ersten Kreisklasse war die Zweite von Admira im Sport- und Freizeitzentrum Willi Lau zu Gast. Wie die Spielweise des Gegners aussehen wird, war im Vorfeld nicht wirklich abzuschätzen. In den letzten Partien unterlag Admira jeweils gegen Mannschaften der Tabellenspitze äußerst knapp, so dass man mit einem starken Gegner rechnen musste.

Bei Glienick fehlten Benny, Bonny, David und Döner, sonst waren alle mit dabei. Mit dem Rückenwind eines 5:0 Erfolgs in der Vorwoche ließ Trainer Backe das Team nahezu unverändert auflaufen. Zu erwähnen ist, dass mit Daniel Herrmann letzte Woche eine langjährige Stütze wieder den Weg zurück in die Mannschaft fand und sich entschied die Töppen doch nochmal vom Nagel zu nehmen.

Der Gastgeber begann die Partie druckvoll und nahm das Heft direkt in die Hand. Admira war überwiegend auf Defensivarbeit eingestellt, wirkte allerdings etwas unsicher. Die Hoheit in den Zweikämpfen sowie im Passspiel hatten die Glienicker. Es ergaben sich bei der Spielweise auch gleich erste aussichtsreiche Situationen, in denen die SG gedanken- und spielschneller wirkte. Nur zehn Minuten dauerte es bis Daniel über die rechte Seite in den Strafraum kam und das 1:0 erzielte. Bereits vier Minuten später stand Cube nach einer Ecke richtig, nachdem der Torwart den Ball nicht festhalten konnte und Ice eiskalt aus kurzer Distanz die Führung ausbaute. Es ging dann Schlag auf Schlag, das Heimteam spielte und Admira zitterte. Immer wieder provozierten energische Glienicker Querschläger der Gäste und spielten selbst zügig in die Spitze. In der 20. Minute kam erneut ein Ball auf Lucas durch, der am Torwart vorbei zog und souverän das 3:0 erzielte. Unsere SG nahm im Anschluss den Fuß ein wenig vom Gas, kam aber trotzdem noch zu der einen oder anderen Chance. Max hielt aus der Distanz z.B. einfach mal drauf und zwang den gegnerischen Torwart zu einer Glanztat, als dieser den Ball sehenswert aus dem Winkel fischte. Nur sehr selten kamen die Gäste bis in den gegnerischen Strafraum. Die größte Tat vom weitestgehend beschäftigungslosen Backe war ein Lauf zur Mittellinie, um seinen Trinkbecher abzugeben. Der konkrete Inhalt des Gefäßes wurde leider (oder vielleicht auch zum Glück) bisher nicht überliefert. Zu diesem Zeitpunkt war eine gute halbe Stunde gespielt. Das Spielformular lügt uns an der Stelle an, da es dokumentiert, dass Günni auf 4:0 erhöhte. Nach einem Abschluss an der 16er Kante von Patty war es eigentlich Yannik, der den Abpraller des Torwarts sicher einschob und seinen Kapitän in der Torschützenliste fälschlicher Weise nach oben katapultierte. Günni hatte zuvor überlegt aufgebaut und mit seinem Anspiel auf Patty den Treffer eingeleitet. Zehn Minuten später tauchte Daniel nach einem langen Ball vor dem Keeper auf, drehte eine Pirouette und erzielte das 5:0. Fast mit dem Halbzeitpfiff legte Daniel den Ball nach einem Seitenwechsel mit letztem Einsatz noch auf Patty quer, der auf 6:0 erhöhte.

Mit diesem überraschendem Ergebnis ging es in die Kabine. Später sollte noch aufgelöst werden, dass die Gäste auf Grund vieler Verletzungen und Sperren extrem Ersatz geschwächt anreisten. Dies soll die Leistung der sehr gut spielenden Glienicker natürlich nicht schmälern.

In der Halbzeit gab es den ersten Wechsel beim Heimteam – Hannes ersetzte Basti. Admira versuchte in der zweiten Halbzeit besser mit zu spielen, kam aber fast nie in gute Positionen bzw. verlor oft sehr schnell wieder den Ball. In der 54. Minute nutzte Robin seine Gelegenheit zum 7:0. Nur drei Minuten später drosch Lucas den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte, nachdem Yannik sehenswert und etwas unfreiwillig durch ließ. Der Treffer wurde für einen weiteren Wechsel genutzt und Babba durfte für Max ran. Die Partie verflachte etwas und das Heimteam spielte seine Situationen nicht mehr mit allerletzter Konsequenz zu Ende. Viele Chancen blieben ungenutzt, zumindest nicht bis zu 70. Minute. Patty kam rechts im Strafraum nah vor dem Tor zum Abschluss, traf aber nur den Keeper. Den Abpraller köpfte er dann reaktionsschnell und intelligent über den Torwart ins Netz. Für Lucas kam direkt im Anschluss Danne ins Spiel. Am Sieger gab es beim Stand von 9:0 natürlich keinen Zweifel mehr und es war nur noch zu klären, ob es unsere Jungs schaffen die Null hinten zu halten und das Ergebnis zweistellig zu gestalten. In der 86. Minute wurde letzteres beantwortet, nachdem Patty nach einem Steilpass von Günni die Anzeigetafel überforderte. Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Schlusspfiff.

In der nächsten Woche dürfen unsere Glienicker zum letzten Hinrundenspiel in Märkisch Buchholz ran. Bis dahin gilt es das Ergebnis gegen einen Gegner, der heute auf Grund der eigenen Probleme kein Gradmesser wurde, richtig einzuordnen und nächste Woche genauso überlegt zu spielen und am letzten Spieltag alles raus zu hauen. Für alle Freunde von Statistiken sei noch erwähnt, dass unsere Herren alle sechs Heimspiele in der laufenden Spielzeit für sich entscheiden konnten. Wir danken allen Zuschauern, die der Kälte und dem Nieselregen getrotzt und uns am Spielfeldrand unterstützt haben.

Krimi im Pokal

Im Pokalviertelfinale mussten unsere Jungs nach Waßmannsdorf und wollten gegen den Tabellenführer der zweiten Kreisklasse eine Runde weiter kommen. Personell fehlten Cube und Lucas, ansonsten waren auch die Langzeitabwesenden Benny und David wieder dabei.

Über den Gegner wusste man im Vorfeld nicht allzu viel. Ein robuste Spielweise wurde ihnen nachgesagt, aber da wollten wir entsprechend dagegen halten und spielerisch Lösungen finden. Etwas überraschend gab es auch Unterstützung vom Harten Kern, der in letzten Woche an gleicher Spielstätte unterlag und viele Wunden zu lecken hatte. Das Spiel startete pünktlich und Glienick nahm sich der Gestaltung im Wesentlichen an, der Underdog versuchte immer wieder Nadelstiche zu setzen. Gute Abschlüsse und Gelegenheiten gab es vorwiegend für die Gäste. Die richtig gefährlichen Chancen wurden vom gut aufgelegten Heimkeeper mit Glanzparaden gleich drei Mal entschärft – zwei Schüsse aus kurzer Distanz und ein Kopfball von Robin, wo wir jeweils den Ball im Tor vermuteten. Die Spielanlage der Gastgeber war geschickt und nicht rein auf die Defensive ausgelegt, man versuchte teilweise auch früh zu stören. Unsere SG konnte sich auf dem recht kleinen Spielfeld nur schwer befreien und tat sich schwer mit Spielverlagerungen, um den Gegner ins Laufen zu bekommen. Die Angriffe waren meist eindimensional und ausrechenbar. Die Partie wurde wie erwartet robust geführt und so gab es auf beiden Seiten einige Freistöße, die keine große Gefahr brachten – gleiches gilt für einige Schüsse außerhalb des 16er, wo besonders den Glienickern noch die Feinjustierung fehlte. Leider musste bereits in der 25. Minute Bonny verletzungsbedingt den Platz verlassen und wurde durch Gurke ersetzt. Erwähnenswert ist noch eine Rettungstat im 1 gegen 1 aus spitzem Winkel von Keeper Backe kurz vor der Halbzeit. Auf Grund eines Zusammenpralls zwischen Torwart und Spieler wurde im Anschluss noch kurz auf Elfmeter reklamiert, die Entscheidung auf Einwurf wurde vom Schiedsrichtergespann nicht revidiert. Mit 0:0 ging es in einem rassigen Spiel leistungsgerecht in die Halbzeit.

Nach der Pause blieb das Spiel weiterhin recht ausgeglichen, eine etwas verbesserte Spielanlage der Gäste brachte den Gegner nun in Bewegung und es zeigten sich erste Löcher. Leider wurde Trainer Backe in der 57. Minute erneut zu einem Wechsel gezwungen und ersetzte David durch Robin, der ebenfalls verletzt raus musste. Dies geschah zudem in einer Drangphase der Gastgeber, die in diesen Minuten viele zweite Bälle eroberten und eine Beruhigung auf der sechs nötig gewesen wäre. Gefährlich wurde es kurzzeitig, es konnte letztendlich immer ein Glienicker klären. In der 65. spielte Waßmannsdorf einen halbhohen Ball von außen in Richtung gegnerischen 5er. Am kurzen Pfosten gab es kurz ein Getümmel, bei dem die Situation scheinbar geklärt werden konnte. Dennoch ertönte ein Pfiff und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Für viele kaum erkennbar war wohl ein Glienicker in der Bedrängnis mit dem Ellbogen am Ball. Den fälligen Strafstoß verwandelte Patrick Pristaff nervenstark. Unser Jungs gaben sich natürlich nicht geschlagen und wurden offensiver. Der Gastgeber hatte sich zuvor bereits auf den Unparteiischen eingeschossen und monierten, auch von außen beeinflusst, viele Entscheidungen, was teilweise zu vielen Unterbrechungen und einige Freistöße für die SG führte. Der geringe Spielfluss gegen einen größtenteils nur noch tief verteidigenden Underdog machte es schwer. In der 74. Minute ersetzte Danne noch Gurke und außer einem nach langer Verletzungszeit zurück gekehrten Benny und Yannik, die hinten den Laden dicht hielten, warfen wir alles nach vor. Diverse Male hatte man an der Strafraumgrenze sehr gute Schussmöglichkeiten, traf die Kiste leider nicht. Kurz vor Schluss stand Döner nach sehenswerter Ballmitnahme allein vor dem Torwart, konnte den Ausgleich allerdings auch nicht herbeiführen. Wie zuletzt wirkte das Tor wie vernagelt – zum Glück hat Max das richtige Werkzeug dabei. In der Nachspielzeit brachen doch noch alle Dämme als Günni einen Freistoß aus halblinker Position in den Strafraum brachte und Max die Kugel mit dem Kopf erreichte und grandios über den Torwart hob. Der Ball landete am Pfosten und schlussendlich zum verdienten 1:1 im Tor.

Es ging in die Verlängerung mit einer extra Portion Rückenwind. Dies führte dazu, dass die SG die erste Halbzeit weitgehend dominierte und die Defensive der Waßmannsdorfer stetig unter Druck setzte. Die Führung wollte leider nicht gelingen – auch nicht als Babba von außen in den Strafraum eindrang und auf Danne zurück legte. Unter Gegnerdruck konnte er den Ball aus kurzer Distanz nicht im Netz unterbringen. Bei dem aus Glienicker Sicht elfmeterwürdigen Zusammenprall verletzten sich zudem beide Spieler. Unser nächster Geschundener biss nach der Verletzungsunterbrechung auf die Zähne und kämpfte doppelt angeschlagen weiter. Bis zur Halbzeit der Verlängerung gab es keine Veränderungen auf der Anzeigetafel. Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert und Glienick suchte die Entscheidung in der regulären Spielzeit, Waßmannsdorf half sich mit langen Bällen und hohen Abschlägen vom starken Keeper. In der 114. Minute gab es dann einen solchen, der in der Abwehr eigentlich geklärt werden konnte. Die um Aufbauspiel bemühte Hintermannschaft der SG ging die Ballkontrolle und Annahme ab, so dass Tino Altenburg an die Kugel kam, um mit dem gefühlt ersten Torschuss der Gastgeber in der Verlängerung das 2:1 zu markieren – die äußerst unglückliche Aktion des Verteidigers passte dann doch irgendwie zum Spiel und dem beliebten Spruch: „Erst hatten sie kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu“. Aufopferungsvolle Gäste kämpfen allerdings weiter und pushten sich nach vorn. Gefährliche Aktionen gab es zwar noch einige, hochkarätige Chancen oder ein Tor sprangen dabei nicht mehr heraus. Durch sehr viele Unterbrechungen gab es in den letzten Minuten gefühlt auch keinen Spielfluss mehr.

Eine ärgerliches Ausscheiden aus dem Pokal steht unter dem Strich zu Buche, obwohl man eigentlich nicht übermäßig viel falsch gemacht hat. Die aggressiven Gastgeber verdienten sich mit Cleverness und guter Defensive das Weiterkommen gegen eine Glienicker Truppe, die letztendlich nicht durchschlagskräftig und genau genug aufspielte.

Wir wünschen an der Stelle allen Angeschlagenen und Verletzten gute Besserung. Weiterhin gilt der Dank den mitgereisten Zuschauern, die uns tatkräftig unterstützt haben. In der kommenden Woche steht das Ligaspiel gegen Eichwalde an, zu dem hoffentlich wieder alle fit werden. Gratulation auch an Waßmannsdorf für den Einzug in Halbfinale.

Tiefschlaf in Großbeeren

Beim Gastspiel bei Grün-Weiß Großbeeren zu ungewohnter Zeit musste Trainer Backe neben Benny, David und Torwart Backe auch auf unsere Donner-Buddies Döner und Max verzichten. So richtig einschätzen konnte man den Gegner nicht, da sie recht gut in die Saison kamen, aber in der Tabelle in den unteren Regionen zu finden waren. Auf Grund des „6er-Mangels“ entschied man sich für eine offensive Grundausrichtung – positiv daran war, dass man nach den ersten sechs Minuten das System nicht komplett umstellen musste. Denn zu diesem Zeitpunkt zeigte die Anzeigetafel bereits ein 2:0 an, da unsere Jungs den Beginn komplett verschliefen. Nach nur drei Minuten vergaß man auf der linken Seite den Rückwärtsgang einzulegen und so kam Jeremy Kunde plötzlich vollkommen frei am Strafraum an den Ball und erzielte aus kurzer Distanz mit einem wuchtigen Abschluss aus halbrechter Position das 1:0. Kurze Zeit später zwang ein langer hoher Ball Christian, der für Backe das Tor hütete, zu einer Faustabwehr. An der Ecke des Strafraums schaltete Benjamin Schmidt am schnellsten und köpfte per Direktabnahme über alle Beteiligten hinweg zum 2:0 ein.

Unsere SG versuchte im Anschluss am Spiel teilzunehmen, brachte aber gegen sehr defensive und disziplinierte Gastgeber wenig zu Stande. Mit Ungenauigkeiten im Passspiel, bei Ballannahmen und einfach Ballverluste im Dribbling machte man sich das Leben schwer. Die Großbeerener wirkten agiler und frischer, kamen immer dann auch immer wieder an den Ball. Bei den gefrusteten Glienickern hatte auch der Schiedsrichter keinen leichten Stand, weil man den Eindruck hatte, dass viele Entscheidungen unberechtigt zu Gunsten der Heimmannschaft ausgelegt wurde. Die meisten Versuche waren bei uns unstrukturiert und wurde spätestens an der Strafraumgrenze unterbunden. Abschlüsse oder gefährliche Situationen im 16er gab es extrem selten. Nach einem klug gespielten Freistoß von Bonny schoss Babba den Ball aus spitzen Winkel einmal dem Torwart in die Arme und beim einzig sehenswerten Angriff der Glienicker konnte Gurke den Abschluss nach einem Pass in den Rückraum nicht im Tor unterbringen. In der 39. Minute verlor man dann beim Spielaufbau in der gegnerischen Hälfte den Ball und lud die Grün-Weißen zum Kontern ein. Ein flacher Diagonalpass des Großbeereners kam genau in die Lücke gegen die aufgerückte Abwehr, so dass Phillip Dahm kurz hinter der Mittellinie frei aufs Tor zulaufen konnte und souverän zum 3:0 vollstreckte. Die ärmste Wurst war wohl Christian, der gefühlt mehr Bälle aus dem Gehäuse in Richtung Anstoßpunkt geben musste, als er halten durfte bzw. konnte. Mit dem Spielstand ging es in Halbzeit und die Gäste schworen sich mit positiven Vorzeichen und zwei Wechseln darauf ein das Spiel noch zu drehen. Es war bereits gelungen an dieser Spielstätte ein 3:0 in ein 3:4 zu verwandeln und man versuchte mit Mio und Basti, die für Hannes und den verwarnten Gurke rein kamen, die Partie zu drehen.

Nicht nur der Wille war auf dem Platz deutlich zu erkennen, wurde die SG wach und sicherer in den Kombinationen. In den ersten Minuten war es in der Offensive bereits gefährlicher als in der gesamten ersten Halbzeit. Slapstick gab es als man auf der linken Seite durchkam und in die Mitte zu Lucas legte. Dieser schloss ins lange Eck ab, traf allerdings nur den Pfosten. Der Ball kam von dort zu Patty, der seinen Abschluss ebenfalls aus kurzer Distanz nicht ins Tor bekam, so dass erneut Lucas an die Kugel kam, um sie aus spitzem Winkel aus vielleicht einem Meter nur ans Außennetz zu schießen. Die vergebene 100%ige 3in1-Chance tat den Offensivbemühungen der Gäste keinen Abbruch und so kam man immer wieder gefährlich in den Strafraum, konnte das Spielgerät nur nicht im Gehäuse unterbringen. Mit hohem Einsatz konnte meist ein Grün-Weißer im letzten Moment klären oder der Abschluss dauerte zu lange oder die Annahme war nicht gut genug oder oder oder… Egal was man versuchte, es gelang einfach nichts – sämtliche Abschlüsse im und außerhalb des 16ers landeten im Fangnetz. Die Härte in der Partie führte des Weiteren noch zu einigen Blessuren, die auf Glienicker Seite noch niemanden zur Aufgabe zwangen.

In der 69. Minute trug Großbeeren einen sehenswerten und schnellen Konter über die Außenposition vor, der nach einem Pass in die Mitte zum 4:0 durch Patrick Diederich genutzt wurde. Sieben Minuten später kam noch Danne für Robin in die Partie, das Bild auf dem Platz änderte sich allerdings nicht. Glienick versuchte weiter anzurennen, wenn auch mit weniger Enthusiasmus, brachte aber nichts zu Stande. Das Heimteam verteidigte und beschränkte sich mit möglichst geringem Aufwand aufs Kontern. Einen letzten Wermutstropfen für die Gäste gab es kurz vor Abpfiff als Lucas im gegnerischen Strafraum einen Schlag auf die Wade bekam, die Partie verletzungsbedingt beenden musste und bis zum Ende zu zehnt gespielt werden musste. Das Ergebnis änderte sich nicht mehr und so blieb es dann beim letztendlich verdienten Sieg gegen unsere in der ersten Halbzeit schlafmützigen Jungs.

Jetzt gilt es das Spiel schnellstmöglich abzuhaken und nicht überzubewerten. Vermutlich hätte die Partie noch Stunden dauern können und unsere SG hätte keinen Treffer zu Stande gebracht – ein gebrauchter Nachmittag.

Kommenden Sonntag werden dann hoffentlich im Pokal gegen Waßmannsdorf, den aggressiven Tabellenführer der zweiten Kreisklasse, die Segel in Richtung Halbfinale gesetzt. Unterschätzen wird man den Aufstiegsfavoriten auswärts mit Sicherheit nicht und deshalb hoffen wir, dass ihr uns als Zuschauer bei jedem Wetter wieder so tatkräftig unterstützt wie bisher.

Sieg gegen den Tabellennachbarn

Am neunten Spieltag in der Kreisklasse kam es in Glienick zum Verfolgerduell gegen die Spielgemeinschaft aus Großziethen. Dass die Gäste eine starke Offensive haben, ist nicht nur bekannt, sondern spiegelte dies auch die Tabelle mit 32 Treffern aus 8 Partien wieder.

In Glienick wollte man gern ein positives Ergebnis auf die Anzeigetafel, die mit neuem Sponsor versehen wurde, zaubern. Die Firma Reppe präsentiert nun die Ergebnisse unserer Jungs und da wollte man natürlich auch gleich mal ein paar Ziffern auf der Heimseite sehen. Weiterhin galt es die Niederlage im Derby aus der letzten Woche ein Stück weit wieder gut zu machen.

Personell fehlten weiterhin Benny und David verletzungsbedingt sowie auch Danne. Mit Max und Babba reisten noch zwei auf der Kippe stehenden Überraschungsgäste pünktlich an.

Fürs Heimteam begann die Partie nach Maß als Bonny eine Ball knapp hinter der Mittellinie klärte und Robin einfach mal auf Verdacht durchlief. Der heraus eilende Torwart wurde unsicher, zögerte und ließ sich die Kugel vom Glienicker 6er stibitzen, der bereits nach vier Minuten das 1:0 erzielte. Mit der Führung im Rücken agierte der Gastgeber souverän und spielte überlegt. Die technisch versierten Gäste fanden keine Lücken und Goalgetter Assmann wurde von Max weitestgehend neutralisiert. Nach kurzer Zeit schoss man sich auch immer mehr auf den Schiedsrichter ein und monierte nahezu jede Entscheidung des Unparteiischen, so dass die Konzentration auch nicht mehr gegeben schien. Patty nutzte das in der 22. Minute und markierte mit sattem Abschluss ins Eck das 2:0. Zu großen Chancen kam eher das Heimteam, das die Gelegenheiten leider nicht verwerten konnte. Bei diesem Spielstand gab es eine strittige Situation als Assmann einen langen Ball an Max vorbei mitnahm und die Rettungsaktion am Glienicker 5er durch Cube und Max heftige Reklamationen nach sich zogen. Der Schiedsrichter ließ zum Glück für die Heimmannschaft die Partie weiterlaufen. Ob ein regelwidriges Einschreiten der Verteidiger vorlag, war ohne Videoassistent im Gewühl leider nicht aufzulösen. In der 40. Minute erhöhte Yannik sogar noch auf 3:0. Der lange Ball an den zweiten Pfosten wurde überlegt in die Mitte geköpft, wo der Lange seinen Größenvorteil auszunutzen wusste und aus kurzer Distanz ein nickte.

Die Freude währte nicht lange. Nur zwei Minuten später wurde die Glienicker Abwehr von einem sehr gut vorgetragenen Konter überrascht. Der enteilte Außenspieler legte in die Mitte, wo Andreas Assmann in der 42. Minute zum Anschlusstreffer vollstreckte.

Nach der Halbzeit war bei diesem Ergebnis nur ein Sturmlauf der Gäste zu erwarten. Unsere SG handelte aber klug und geriet so nicht wirklich in Gefahr. Mit der Zeit wurde Großziethen offensiver und erhöhte das Risiko, was sich eher als Vorteil für den Gastgeber zu entwickeln schien. Viele freie Räume und individuelle Fehler ermöglichten gleich mehrere 100%ige, die sehr unglücklich und teilweise fahrlässig vergeben wurden. Gleich mehrfach lief man allein auf den gegnerischen Torwart zu ohne die endgültige Entscheidung herbei zu führen. Außennetztreffer, mehrmals knapp am Tor vorbei und auch einige gehaltene Bälle waren zu bewundern – die Möglichkeiten waren recht zahlreich, so dass wir die Abfolge im Nachgang leider nicht mehr richtig sortiert bekamen. Großziethen versuchte auf den Anschluss zu drängen, die Defensive der Glienicker bliebt aber souverän. Einige kritische Situationen, die dann teilweise zurück gepfiffen wurden, musste man allerdings doch überstehen. Selbst bei solchen vermeidlichen Chancen wäre aber Keeper Backe auf der Hut gewesen und entschärfte die Lage.

In der 74. Minute sorgte Döner nach Ablage von Robin nach einem Freistoß aus kurzer Distanz für das entscheidende 4:1. Im Anschluss wechselte Trainer Backe noch munter durch und brachte erst Gurke für den starken aber am Ende doch etwas glücklosen Patty und sechs Minuten vor Schluss Hannes für Döner. Zwei Minuten vor Schluss wurde dann auch der effizienteste Spieler der Partie eingewechselt. Es kam Mio für Basti, der mit seinem einzigen Ballkontakt das Eigentor zum 5:1 in der letzten Minute provozierte.

Hätte uns vorher jemand gesagt, dass am Ende ein solches Ergebnis gegen den direkten Kontrahenten auf der Anzeigetafel zu sehen sein wird, hätten das vermutlich die wenigsten ernst genommen. Mit der souverän geführten Partie kann man auch jeden Fall zufrieden sein. Wir hoffen, dass dies auch von unserem neuen „Anzeigensponsor“ so gesehen wird und die unsere Zuschauer ebenfalls beim doch etwas kühlen Wetter Spaß hatten.

Wir bedanken uns bei euch allen und hoffen nächsten Sonntag in Großbeeren auf eure Unterstützung.

Niederlage im Derby

Das Gastspiel beim Lokalrivalen aus Zossen bietet seit jeher eine besondere Brisanz. In diesem Jahr kam noch der Wechsel von Max zur SG mit hinzu und auch, dass selten so viele junge ehemaliger Glienicker beim MSV II wie am heutigen Sonntag aufliefen.

Es fehlten Robin, Benny und David, dafür war Trainer Backe wieder auf der Kommandobrücke. Der Schiedsrichter begann pünktlich die Partie. Gleich in den ersten Minuten gelangen den Glienickern einige vielversprechende tiefe Pässe, so dass man ein gutes Gefühl bekam. Dies weilte leider nur von kurzer Dauer, da nach kurzer Zeit die Hausherren ihr Spiel aufzogen und überlegen führten. Nach 13 Minuten gab es nach einem Eckball die ersten gute Möglichkeit nach einem Eckball, die Marco Siwek per Kopf am ersten Pfosten nutzte und den Ball zum 1:0 ein nickte. Die Gäste waren ab sofort gefordert, kamen allerdings kaum ins Spiel. Geschicktes Anlaufen und gutes Zustellen machten es unserer SG sehr schwer, Zossen war viel im Ballbesitz und konnte den Ball und die Gäste gut laufen lassen. Unsere Jungs versuchten es überwiegend mit langen Bällen über die Außen, konnten sich aber nicht entscheidend durchsetzen. Ein paar Warnschüsse wurden abgegeben, Hochkaräter waren leider nicht dabei. Nach einem Ausrutscher im Spielaufbau geschah was sich schon abgezeichnet hatte: Dave Ausner bekam die Kugel in der Glienicker Hälfte und schob in der 38. Minute zum 2:0 ein. Zossen beeindruckte durch Effektivität und taktischer sowie spielerischer Überlegenheit und die Suche nach dem geeigneten Gegenmittel ging auf Seiten der Gäste weiter. Eine weitere Schrecksituation gab es auch noch als Dave Ausner von Mio vor dem Strafraum gestoppt wurde und der Schiedsrichter auf Foul und rote Karte entschied. Extrem fair wies Dave den Schiedsrichter im Anschluss darauf hin, dass der Einsatz von Mio nicht regelwidrig war, so dass dieser weiter spielen durfte. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich um ein Derby zweier Rivalen handelte, die sich normalerweise nichts schenken, ist die Aktion absolut vorbildlich und zeigt die Größe sowie das Selbstverständnis des Zosseners. Kurz vor der Halbzeit bekam man den Ball in den MSV-Strafraum und es ertönte ein Pfiff des Schiedsrichters, der auf Grund eines Handspiels auf Elfmeter entschied. Der eigentlich gut geschossene Elfer klatschte leider an den Pfosten und auch der Nachschuss konnte nicht verwandelt werden. Mit dem 2:0 ging es nach einer erwartet intensiven ersten Halbzeit in die Kabine. Erwähnenswert ist noch ein Freistoß von Bonny, der sein Ziel knapp verfehlte und nur auf dem Tor landete.

In der Halbzeit nahmen wir uns einiges vor und das sah man dann auch auf dem Feld. Man bekam fast den Eindruck als hätten die Mannschaften die Trikots anstatt der Seiten getauscht. Unsere Jungs gingen verbessert zu Werke und setzten der Defensive des Gastgebers ununterbrochen zu. Klare Torchancen gab es noch nicht, aber den Hausherren wurde zunehmend die Regie abgenommen und wir umspielten fleißig den gegnerischen Strafraum. Einige Standards, die keine Auswirkungen auf das Ergebnis hatten, waren anschließend zu sehen. In der 63. Minute kam Babba für Mio und die SG erhöhte Druck und Risiko im eigenen Spiel. Der Anschlusstreffer lag zunehmend in der Luft – nach einem Pass in die Spitze markierte ihn Lucas in der 69. Minute. Der MSV war zunehmend um Spielkontrolle gegen die stärker werdenden Glienicker bemüht, das Spiel wurde immer offener. Die größte Möglichkeit war eine Überzahlsituation, bei der Lucas frei auf den Torwart zu lief und überlegt zum sonst treffsicheren Patty schob, der zur Verwunderung aller die Kiste nicht traf. Zuvor war Backe nach einer Ecke auf dem Posten und klärte einen Kopfball in höchster Not. In der 80. Minute war es ausgerechnet Max, der nach einer Hereingabe in den Strafraum vor allen anderen ans Spielgerät kam und es per Kopf zum viel umjubelten Ausgleich versenkte. Der Wille war unübersehbar und nun wollten wir das Spiel mit dem Momentum im Rücken auch komplett drehen. Umso blöder, dass der Erfolg nur eine Minute anhielt. Die Kugel wurde Höhe der Mittellinie gegen die aufgerückten Glienicker einfach mal lang in den Strafraum geschlagen, wurde immer länger und fiel zwischen Torwart und Verteidiger Benjamin Russlies vor die Füße. Dieser murmelte die Führung am Keeper vorbei herbei und verdutzte Glienicker trauten ihren Augen kam. Nur drei Minuten später folgte ein erneuter Konter, wo Ausner im Strafraum auf Russlies passen konnte. Dieser nutzte die Chance nicht, weil Backe klärte, der Ball aber per Abpraller zu Dave Ausner kam, der aus abseitsverdächtiger Position den Ball zum 4:2 verwertete. Mit den Einwechslungen von Danne für Basti und Gurke für Patty wollte Trainer Backe mit frischem Personal noch nicht aufstecken. Im Strafraum der Heimmannschaft war stets Betrieb und so kam Babba nach geblocktem Abschluss von Max noch einmal zu einer Doppelchance. Durch die vielen Füße, dem gut reagierenden Torwart und fehlender Zielgenauigkeit konnte am Resultat auch durch weitere Abschlüsse meist außerhalb des Strafraums nichts mehr verändert werden.

Mit dem verbesserten Spiel in der zweiten Halbzeit hätten wir vielleicht einen Punkt verdient, die schlagkräftige Truppe aus Zossen machte kurz vor Schluss dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Auf die zweite Halbzeit lässt sich spielerisch wie kämpferisch aufbauen.

In der nächsten Woche treffen wir zu Hause auf den punktgleichen Tabellennachbarn aus Großziethen zum nächsten Kracher. Bis dahin wünschen wir eine schöne Woche.

Mit einem Handelfmeter zum verdienten Heimsieg

Nach der langen Serie an Auswärtsspielen durften unsere Glienicker Jungs gegen Ruhlsdorf mal wieder zu Hause ran. Personell fehlten verletzungs-, arbeits- und urlaubsbedingt Benny, Döner und Babba sowie Robin, der noch angeschlagen den im Urlaub befindlichen (oder sich betrinkenden?!? ;)) Coach vertrat.

Um den Sieg einzufahren, wurde eine sehr offensive Aufstellung gewählt, bei der Patty und Lucas die Offensive diesmal zu zweit besetzen sollten – zu Beginn durchaus mit Erfolg, da die Gäste frühzeitig unter Druck gesetzt wurden und Lucas gleich zu zwei guten Einschussgelegenheiten kam. Bereits in der achten Minute schob Patty nach Ballgewinn im Zentrum und anschließendem Steilpass das Spielgerät überlegt ins linke Eck zum 1:0 ein. Aus Glienicker Sicht war das natürlich ein Start wie man ihn sich vorstellte. Nach 14 Minuten schlich sich dann ein Unkonzentriertheit beim Aufrücken ein, so dass Frank Zimmermann aus 20m zum Schuss kam und das 1:1 markierte. Nur zwei Minuten später erfolgte der Doppelschlag mit einem weiteren sehr platzierten Abschluss außerhalb des Strafraums durch Manuel Haberland, der die verdutzten Glienicker mit dem 1:2 zurück ließ. Beirren ließ man sich dadurch nicht wirklich und versuchte, unterstützt durch Kapitän Günni, mit höherer Passsicherheit Ruhe ins eigene Spiel zu bekommen. Die Gäste versuchten meist sich mit langen Bällen von der Umklammerung der Hausherren zu befreien, Abschlüsse von Lucas und Bonny wurden vorerst noch geblockt, in der 33. Minute gab es aber etwas Platz auf der Außenbahn. Dadurch konnte Lucas in den 16er und an einem Ruhlsdorfer vorbei ziehen, um die Kugel dann sehenswert mit dem Außenrist zum Ausgleich ins Eck zu schießen. Durch ein breit angelegtes Spiel der Heimmannschaft überschlugen sich nach einer Flanke von Bonny die Ereignisse. Im Strafraum findet sich mit Lucas ein Abnehmer, der auf Patty zurück legt. Dieser köpft an der 5er Kante den Ball aufs Tor und zwingt den auf der Linie stehenden Verteidiger zu einer einem Wahnsinnsreflex mit der Hand, so dass der Führungstreffer vorerst verhindert wurde. Dumm an der Aktion war nur, dass der Spieler weder Handschuhe noch Torwarttrikot trug und der Schiedsrichter deshalb auf Elfmeter und rote Karte entschied. Günni ließ sich die Chance nicht entgehen und versenkte den Straftstoß zur Führung. Von nun an spielte nur noch die SGG und die in Unterzahl spielenden Ruhlsdorfer kamen kaum noch aus ihrer eigenen Hälfte. Ein Tor kam bis zur Halbzeit leider nicht mehr zu Stande. Am dichtesten war Patty an einem Treffer dran, als sein Schuss aus ca. 20m die Latte küsste.

Nach der Halbzeit bot sich auf dem Feld das gleiche Bild. Bonnys Versuch den Sack zuzumachen wurde per Kopf von einem Ruhlsdorfer auf der Linie noch vereitelt. Es dauerte bis zur 60. Minute, als die Gäste etwas mehr Mut zeigten und Torwart Backe noch die Chance gaben sich auszuzeichnen. Im Anschluss war der Gegner im Aufwind und unsere SG spielte vornehmlich lange Bälle und ließ die anfänglich gute Struktur vermissen. Durch schnelles Spiel nach vorn gab es später noch Überzahlsituationen, die leider nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. Auf eine Vorentscheidung wartete man aus Glienicker Sicht noch vergeblich. In der 73. Minute entschied sich Robin doppelt zu wechseln und brachte mit Hannes und Danne für Basti und Gurke frischen Wind in die Partie. In der 80. Minute steckt Günni auf Lucas durch, der endgültig für Beruhigung auf den Rängen sorgte und zum 4:2 in die linke Ecke ein schob. Der Treffer markierte auch gleich den verdienten Endstand.

Man könnte langsam den Eindruck gewinnen, dass wir lernen geduldig zu sein und uns von kleineren Rückschlägen nicht direkt aus der Ruhe bringen lassen. Die Dezimierung der Gäste spielte in die Karten, soll die gute Leistung, besonders in der ersten Halbzeit, nicht schmälern. Wir freuen uns natürlich, dass es gelungen ist, die Punkte zu Hause zu behalten und bedanken uns bei allen Zuschauer, die uns unterstützt haben.

Am kommenden Sonntag geht es zum Lokalrivalen nach Zossen, der bemerkenswert im Parallelspiel den Tabellenführer aus Wildau mit 1:2 bezwang. Beide Mannschaften gehen mit Rückenwind und positiven Ergebnissen ins Derby – wir dürfen gespannt sein wie es sich entwickelt. Die Vergangenheit hat jedenfalls gezeigt, dass Vorhersagen selten zutreffen und Wille ein entscheidender Faktor sein kann. Bis dahin eine schöne Woche – wir sehen uns hoffentlich Sonntag!

Auf ins Viertelfinale!

Am heutigen Sonntag stand das Pokalachtelfinale in Groß Köris für unsere Glienicker Herren im Programm. Nachdem man in der letzten Woche schon einen harten Brocken im Ligabetrieb bezwingen konnte, traf man nun auf den Absteiger des Vorjahrs und ungeschlagenen Tabellenführer der zweiten Kreisklasse. Die Ergebnisse aus den letzten Partien gegen das Team gaben nicht so richtig Aufschluss darüber, was uns bevor steht – hatte man teilweise gegen die vornehmlich defensiv gut sortierte Truppe aus Teupitz / Groß Köris ein ums andere Mal nicht gut ausgehen und dann wiederum auch mal einen hohen Sieg einfahren können – robust spielen die kräftigen Jungs und das blieb in Erinnerung.

Die letzten Woche waren nicht gerade ohne, so dass personell erneut einige Ausfälle zu verzeichnen waren. Neben den fehlenden Benny, David und Mio sollten auch die etwas angeschlagenen Robin und Basti möglichst geschont werden. Dazu kam noch, dass der Trainer vor dem Herbst (und vielleicht auch mal vor der Mannschaft) in Sonne flüchtete und auch Stellvertreter Ole krankheitsbedingt nicht dabei sein konnten. Robin und Benny halfen aus und hatten als Coaches nicht nur den Blick von außen, sondern gaben auch gleich selbstbewusst den Ton an.

Die Zielstellung war im Prinzip klar: Eine Runde weiter kommen und möglichst das eigene Spiel sicher durch bringen ohne unnötige heikle Situationen zuzulassen. In den ersten Minuten übernahm unsere SG dann auch gleich das Zepter und ließ den Ball gefällig durch die eigenen Reihen laufen. So kam man auch schnell zu guten Gelegenheiten als z.B. Patty bei einem versuchten Seitfallzieher nicht genug Schärfe in den Schuss legen konnte und der Heimkeeper parierte oder Lucas in die Mitte zog und aus ca. 16m nur das Außennetz traf. Im Anschluss brauchte man gegen gut stehende Gegner Geduld und suchte immer wieder Lücken im System, ohne dabei die Hoheit am Ball Preis zu geben. Das gelang über weite Strecken und so hielt man den Gegner in Bewegung ohne wirklich gute Chancen heraus zu spielen – oft scheiterte es an Kleinigkeiten. In der 31. Minute bekamen wir in aussichtsreicher Position im Halbfeld einen Freistoß zugesprochen, den Bonny souverän über die Mauer hinweg zum 0:1 im Tor unter brachte. Der Zeitpunkt war aus Glienicker Sicht perfekt, da die Gastgeber ins Spiel zu kommen drohten und vermehrt Vorstöße wagten, die unsere Abwehr immer wieder beschäftigten. Kurz vor der Pause gab es dann an der Außenkante des Strafraums aus ziemlich spitzen Winkel erneut Freistoß. Jeder rechnete mit einer hohen Hereingabe, aber Schlitzohr Max schoss das Spielgerät kurzerhand unter der hoch springenden Mauer hindurch und verwandelte ins kurze Ecke zum 0:2.

Mit diesem beruhigenden Ergebnis ging es dann in die Halbzeit. Zu Beginn des zweiten Durchgangs stellte das Heimteam offensiv etwas um und gab mehr Gas. Der Ball lief auch nicht mehr so souverän durch die Reihen der Glienicker und das Spiel wurde offener. Nach ca. 15 Minuten des Hin und Her gelang es den Gästen wieder mehr Ruhe ins eigene Spiel zu bringen und man begann auch mit ersten Wechseln. Der erneut stark aufspielende Max, der mit seinem ebenso souveränen Nebenmann Döner die Sechs bekleidete, machte Platz für Danne. 10 Minuten später wechselte sich Robin kurzerhand selbst ein als unser sensationell aufspielender Rechtsverteidiger-Debütant Hannes kräftemäßig die Segel strich. Eigentlich wäre Basti der logische Wechsel gewesen, aber anscheinend verhinderte mangelhafte Ausrüstung in Form kaputter oder verlegter Schuhe seine Einwechslung. Zu dieser Zeit war das Heft des Handelns auch wieder größtenteils in der Hand der Glienicker, die vermehrt aussichtsreiche Angriffe zeigten, deren Abschlüsse allerdings meist in den Händen des sicheren Torwarts aus Teupitz landeten. Bis zur 85. Minute verteidigten beide Mannschaften recht konsequent das eigene Tor bis Bonny frei gespielt wurde und aus halblinker Position die linke Klebe auspackte und auf das spiel-entscheidende 0:3 erhöhte. Die Heimmannschaft stellte den Druck zunehmend ein und unsere Jungs verwalteten die Führung ordentlich und kam noch zum einen oder anderen Abschluss, aber ohne das Ergebnis höher zu schrauben.

Das Fazit ist auf Grund einer guten Leistung unserer Mannschaft, die den Gegner nur selten ins Spiel kommen ließ, durchaus positiv. Beleg dafür ist vielleicht, dass Torwart Backe im Prinzip ungeprüft blieb und vermehrt am Aufbauspiel teilnehmen durfte – klug gespielt und in den richtigen Momenten klasse geknipst haben wir heute und damit letztendlich auch verdient gegen den Underdog gewonnen und das Ticket fürs Viertelfinale des MAZ-Pokals gelöst.

Wir sind zuversichtlich, dass unsere Verletzten und Angeschlagenen hoffentlich bald wieder auch auf dem Feld unterstützen können und wünschen gute Besserung bzw. einen erholsamen Urlaub an unseren Coach und seiner lieben Begleitung 🙂

Nach gefühlten einer halben Saison an Auswärtsspielen dürfen wir in der nächsten Woche auch endlich mal wieder auf heimischen Rasen antreten. Gegner wird der Ruhlsdorfer BC sein, der sich in der Vergangenheit schon oft als schwieriger Kontrahent entpuppte – das können wir manchmal genauso sein und freuen uns auf ein hoffentlich gutes Spiel. Schönen Restsonntag euch allen, bleibt anständig und hoffentlich bis nächste Woche!

Blut, Schweiß und Tränen

…könnte heute das Motto des Glienicker Spiels gewesen sein. Geblutet hat hoffentlich niemand und falls es Tränen gab, dann auf Seiten des Auswärtsteams eher vor Freude. Zu Gast beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer in Wildau wusste die Glienicker genau was auf sie zu kam, da man beim letzten Spiel an dieser Wirkungsstätte noch klanglos untergegangen ist. Als schnell und passsicher hatte man das junge Team aus Wildau in Erinnerung. Ziel aus Glienicker Sicht war die spielerische Qualität von Wildau nicht zur Entfaltung kommen zu lassen und möglichst eng dran zu sein. Personell fehlten neben Keeper Backe auch Benny, David und Danne, so dass Döner sein Debüt im Tor der Glienicker feiern durfte – vorab darf verraten werden, dass er das sehr ruhig und ordentlich gemacht hat.
Die Partie ging um 15Uhr wie erwartet los: Die Heimmannschaft kombinierte gefällig und die SG lief zu Beginn aus gut sortierter Defensive sporadisch an, ohne dabei eine Gelegenheit auf die gefährlichen Räume frei zu geben. Den ersten Abschluss gab es auf Seiten der Gastgeber zu verzeichnen, als ein Abschluss außerhalb des 16er den Weg nicht ins Tor fand. Mit zunehmender Spielzeit nahm Glienick deutlich mehr am Spiel teil und versuchte nach Balleroberungen schnell über die Außen nach vorn zu gelangen. Die Breite konnte gut genutzt werden und so gab es häufig Möglichkeiten zur Spielverlagerung und es gelang mit Pässen in die Tiefe Gefahr für das gegnerische Tor zu kreieren. Maßgeblich dafür waren viele Ballgewinne im Zentrum – besonders vom gut aufgelegten Max, der die Gegenspieler hoffentlich nicht noch heute Nacht in ihren Träumen verfolgt. Durch die Bälle in die Tiefe tauchte Patti dann zweimal gefährlich vor dem Tor auf, konnte aber nichts Zählbares auf die Anzeigetafel zaubern. Glück hatte er auch nicht bei einem Geschenk der Wildauer, die ihm den Ball auflegten und er frei auf den Keeper zu laufen konnte. Das Heimteam blieb immer gefährlich und kombinierte sich ein ums andere Mal durch die Glienicker Hintermannschaft und kam dadurch zu einigen Chancen, die alle vergeben wurden. Auch kleinere Fehler im Spielaufbau sorgten kurzzeitig für Gefahr, die geschlossen gebannt werden konnte. Nach einer guten halben Stunde kamen die Gäste zu einem Freistoß aus dem Halbfeld, der hoch in den 16er gespielt wurde. Das folgende Kopfballduell fand unter den direkt Beteiligten keinen wirklichen Sieger und so wurde Babba zum Nutznießer, dem die Kugel vor die Füße fiel. Dieser schloss aus ca. 13m humorlos mit links ab und markierte das zu dem Zeitpunkt nicht unverdiente 0:1. Bis zur Halbzeit versuchte Wildau dann wieder das Heft in die Hand zu nehmen, was auf Grund kleinerer Unzulänglichkeiten und konsequentem Gästespiel nicht wirklich gelang. Glienick war sehr präsent und konnte durch schnelles Spiel nach vorn immer wieder Nadelstiche setzen und Abschlussmöglichkeiten entwickeln. Letztendlich ging es dann mit dem Ergebnis in die Halbzeit und man nahm sich vor einfach so weiter zu machen – taktisch sehr diszipliniert und kämpferisch dagegen halten.
Nach der Pause erhöhte der Tabellenführer den Druck und schnürte die SG teilweise ein. Richtig gute Chancen waren allerdings die Seltenheit und beide Mannschaften verstrickten sich in viele Zweikämpfe im Mittelfeld. Dazu fand der Gastgeber, besonders zu Beginn der zweiten Halbzeit gegen die gut sortierte Glienicker Hintermannschaft kaum ein durchkommen, da diese auch mit 110% Einsatz dagegen hielten. Wildau wechselte mit der Zeit immer offensiver ein und lief schon am gegnerischen 16er an, so dass sich unsere SG spielerisch kaum befreien konnte und das Heil in langen Bällen suchte. Man merkte zunehmend, dass die Kräfte deutlich nachließen, aber das Ergebnis, die Moral und Geschlossenheit sorgten dafür, dass bei den besser werdenden Chancen und Kombinationen der Heimmannschaft irgendwie immer noch jemand einen Schuh oder die Rübe dazwischen bekam. In der 81. Minuten kam Wildau erneut gefährlich in den Strafraum der Glienicker und fand diesmal eine gute Lösung, indem man den Ball halbrechts durch steckte und so hinter die Abwehr kam. Den Pass in die Mitte verwertete der unangefochtene Anführer der Torschützenliste Michael Wiechert selbstverständlich zum verdienten 1:1. Trainer Backe wechselte in den letzten Minuten noch Lucas, Hannes und Gurke ein. Die SG ging langsam auf dem Zahnfleisch und versuchte das Ergebnis über die Zeit zu bringen – Gelegenheiten gab es für Wildau zum Glück auch nicht mehr, obwohl man auf den Sieg drängte und immer höher Stand. Ein Befreiungsschlag von Yannik – das hat er in der Jugend über Jahre geübt – kam hinter der Mittellinie runter, wo Lucas plötzlich den Ball zwischen dem Verteidiger und dem aufgerückten Torwart ergatterte und frei aufs leere Tor zulaufen konnte. Das sehr glückliche und viel umjubelte 1:2 markierte den Siegtreffer, so dass Lucas zum heutigen Matchwinner avancierte.
Der große Einsatz gegen einen spielerisch besseren Gegner wurde belohnt und es lässt sich resümieren, dass man mit klarer Struktur, mannschaftlicher Geschlossenheit, unbändigen Siegeswillen und einer Portion Glück auch dem Tabellenführer Punkte abringen kann. Vermutlich hat heute das Team gewonnen, das den Sieg irgendwie mehr wollte und deshalb hat man sich die 3 Punkte letztendlich irgendwie verdient. Für die Mannschaft gilt es jetzt diesen überraschenden Sieg richtig einzuordnen, nachdem man sich zurecht ausgiebig freuen durfte. Deutlich wurde, dass man technisch und spielerisch aber noch zulegen sollte, wenn man dieses Jahr wieder oben mitspielen möchte. Zu selten konnte man in der zweiten Halbzeit den Ball über einen längeren Zeitraum in den eigenen Reihen halten und die Führung verwalten.
Jetzt heißt es aber erst einmal gut erholen, bevor man am nächsten Sonntag beim Pokalachtelfinale in Teupitz / Groß Köris ran darf. Wir hoffen die positive Energie des heutigen Spiels mitnehmen zu können und eine Runde weiter zu kommen. Natürlich bedanken wir uns bei den mitgereisten Zuschauern, die auch die unansehnliche und hauptsächlich von der Spannung lebende zweite Halbzeit ertragen und uns unterstützt haben.
Schönen Restsonntag noch und hoffentlich bis nächste Woche!

2:1-Niederlage in Deutsch Wusterhausen

Ersteinmal müssen wir uns entschuldigen, dass wir die Spielverlegung auf der Seite vorab nicht bekannt gegeben haben. Die Partie Glienick – Deutsch Wusterhausen wurde von Sonntag auf den Samstag mit Tausch des Heimrechts verlegt. Bei gutem Fußballwetter fanden alle Spieler und Betreuer pünktlich zum Anpfiff um 13Uhr nach Deutsch Wusterhausen.
Vor dem Anpfiff sollte es noch eine schöne Geste geben als beide Mannschaften mit einem Transparent Genesungswünsche an Lisa richteten, die bei Stahl Brandenburg auf Torejagd geht, und sich schwer verletzte. An dieser Stelle bedanken wir uns natürlich auch bei der Heimmannschaft für die gemeinsame Aktion.

Personell ging man auf auf Glienicker Seite auf Grund des ungewohnt kleinen Spielfeldes mit zwei Stürmer in die Partie und mussten die Ausfälle von Max, David, Mio, Patrick und dem angeschlagenen Robin hinnehmen. Auch wenn die Gastgeber das eventuell anders sehen, standen aus unserer Sicht heut wieder zwei Mannschaften mit ähnlicher spielerischer Qualität auf dem Spielfeld. Mit Anpfiff war sofort erkennbar, dass die Gastgeber einen konkreten Plan hatten und setzten ihn konsequent um, Glienick kam nicht in die Partie. Durch ein robustes Mittelfeld bekam Deutsch Wusterhausen hinter der Mittelinie Möglichkeiten in die Tiefe zu passen, weshalb die Alarmglocken in der Gästeabwehr häufig läuteten. Ein eigenes Spiel fand gegen einen hoch stehenden Gegner in den ersten 25 Minuten eigentlich nicht statt. Auch Abschläge vom Torhüter, die kurz vor dem eigenen 16er runter kamen, führten zu kompliziert zu verteidigenden Situationen, da die Heimmannschaft in Luft sehr präsent war. Hinzu kam noch Unzufriedenheit auf Grund der eigenen Erwartungshaltung, so dass man irgendwie auf einen Weckruf wartete. Dieser folgte in der 16. Minute als man nach einer „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher“-Aktion an der Mittellinie den Ball verlor. Das Leder wurde gleich steil auf Toptorschütze Kevin Lemke durchgesteckt, der die Kugel technisch versiert mit dem starken linken Außenrist an Keeper Backe im langen Eck unterbrachte. Da die Glienicker hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt waren und mehrere Standards gegen sich hatten, war der Treffer natürlich verdient. Ein vermeindliches 2:0 wurde auf Grund einer Abseitsposition vom Schiedsrichter nicht anerkannt und so blieb es glücklicher Weise vorerst bei einem Treffer. Nach dem Gegentor nahm man sich zusammen und begann ebenfalls Fußball zu spielen – einige ansehnliche Kombinationen über mehrere Stationen, die nicht sofort in klare Torchancen umgemünzt werden konnten, waren die Folge. Durch höhere Präsenz und offensiv gewonnene Zweikämpfe konnte man DWH unter Druck setzen und kam so zu einigen Abschlüssen, meist außerhalb vom 16er. In der 33. Minute gab es gegen die eng stehende Verteidigung mal einen Torschuss im Strafraum und Döner brachte den auftrumpfenden Ball knapp neben des linken Winkels unter. Mit dem 1:1 ging es dann in die Kabine.
Zu Durchgang zwei kam Lucas für Gurke und man sah plötzlich eine kämpferisch verbesserte Glienicker Elf. Es wurde versucht den Gegner früher unter Druck zu setzen und mehr Zug zum Tor zu entwickeln. In der Mitte war man deutlich präsenter und versuchte das eigene Spiel aufzuziehen. Zu häufig wurde letztendlich zu hektisch agiert und wurde ein ums andere Mal der besser postierte Mitspieler übersehen. Es gab in jedem Fall deutlich mehr Aktionen im gegnerischen Strafraum und man kam in gute Abschlusssituationen. Der Gegner versuchte dann häufiger mit langen Bällen und am nur selten in die Situation das Spiel wie zu Beginn auf den Platz zu bringen. In der 63. Minute gelang es den Gastgeber die Kugel an der Strafraumgrenze zu erlaufen und man tauchte in aussichtsreicher Position vor Torwart Backe auf, der herauseilte und die Kugel ins Seitenaus bugsierte. Proteste auf Elfmeter waren zu hören, da der Angreifer und der Torhüter zusammen prallten. Der Schiedsrichter sanktionierte diese Aktion nach kurzem Zögern mit einem Elfmeter, weil der Torwart mit dem Fuß voraus einstieg und somit eine Verletzung des Spieler in Kauf nahm, so dass Diskussion, ob Ball gepielt oder Gegner getroffen kurzum abgeschlossen wurde. Die faire Partie hatte zuvor schon etwas an Härte gewonnen, da beide Mannschaften dagegen hielten und unbedingt drei Punkte mitnehmen wollten. Aufgeheizte Glienicker protestierten lautstark weiter und der Keeper bekam die gelbe Karte für sein Einsteigen. Lemke ließ sich die Chance auf den zweiten Treffer nicht nehmen und verwandelte den Elfer souverän zum 2:1. Gleich im Anschluss kam es noch dicker für die Gäste als Backe seine Unzufriedenheit erneut äußerte und mit gelb-rot vom Platz geschickt wurde. Wütend griffen die Gäste nun weiter an und drängten mit hohem Einsatz auf den Ausgleich – vielversprechende Situation vor dem Tor waren die Konsequenz, klare Chancen gab es nicht wirklich. Die Partie war sehr aufgeheizt und es gab viele Kleinigkeiten, die zu bemängeln waren – teilweise klare Foulspiele blieben unverständlicher Weise auf beiden Seiten ungeahndet. Deutsch Wusterhausen setzte hauptsächlich auf Konter und man hatte das Gefühl, dass man einfach irgendwie die Punkte ins Ziel bringen wollte. Hektisch wurde es kurz als im Gewühl im Strafraum Babba vor dem 5er auftauchte und vom gegnerischen Torwart umgerannt wurde – Reklamationen auf Elfmeter waren die Folge, ein Pfiff blieb aus. Sämtliche Aktionen der nun sehr umkämpften Partie wurden ab sofort mit Protesten bei jeder Aktion begleitet. 15 Minuten vor Schluss kamen Robin und Hannes in die Partie und es wurde alles nach vor geworfen. Am Ergebnis änderte sich allerdings nichts mehr.
Unter dem Strich hätte es aus Glienicker Sicht durchaus besser laufen können. Zu Beginn fand man die spielerische Linie nicht und in der zweiten Halbzeit verlor man sie ein Stück weit. So lernte man zumindest, dass konsequente Zweikämpfe und Anlaufen auch relativ kräftezehrend sind. Positiv ist, dass man auch in Unterzahl ein druckvolles Spiel entwickeln kann und die Einstellung besonders in der zweiten Halbzeit mal wieder 100%ig stimmte.
Am nächsten Wochenende wartet in Wildau mit dem aktuellen Tabellenführer der nächste Brocken auf unsere Jungs. Wir bedanken uns bei unseren Zuschauern und wünschen ein schönes Restwochenende. Bleibt sportlich 🙂